Der Umleger (1976)

“Der Umleger”
USA 1976
mit Ben Johnson, Andrew Prine, Dawn Wells
Drehbuch: Earl E. Smith
Regie: Charles B. Pierce
Länge: 86 Minuten
FSK: ab 16 Jahren

Ein Psychopath tötet im Frühjahr 1946 im US-Staat Arkansas ein Liebespärchen, das mit seinem Auto an einem einsamen Platz geparkt hatte. Der Mörder verstümmelt seine Opfer. Während der Untersuchungen geschieht nach dem gleichen Muster ein weiterer Mord. Ein psychologisches Gutachten soll die Untersuchung der Polizei unterstützen. Dann schlägt der Mörder aber völlig überraschend wieder zu…

Kurz-Review:
Der US-Thriller „Der Umleger“, was ein schöner Titel, basiert tatsächlich auf wahren Begebenheiten. In den 40er Jahren ereigneten sich wirklich ähnliche Morde auf den berühmten „Lover’s Lane’s“ in Texas. Der Film stellt dabei kein genaues Abbild dar, sondern greift nur wahre Elemente auf, um daraus einen Psycho-Thriller zu basteln, der nur bedingt funktionieren will. Eine durchaus interessante Geschichte um einen geheimnisvollen Mörder, der aussieht, wie Jason Voorhees in „Freitag der 13.“ Teil 2, wird weitestgehend uninspiriert auf Zelluloid gebannt. Einige Schockmomente sitzen ganz gut, doch mehr hat dieser kleine Streifen nicht zu bieten. Die Darsteller bleiben blass, das Drehbuch bietet dürftige Dialoge und das Finale wirkt mehr als konstruiert. Lediglich das Ende macht noch etwas her, wirkt aber im Kontext zum Rest eher unverdient. Regisseur Charles B. Pierce geht jegliche Vision für Spannung und gute Bilder flöten.

Ein lauwarmer Durchschnittsthriller, der mehr von seiner reellen Vorlage zehrt, als von seiner filmischen Qualität. Eine, über weite Strecken, belanglose Möderhatz, die zwar hier und da einen gelungenen Moment besitzt, jedoch nicht wirklich fesseln kann. Im Jahr 2014 erschien mit „Warte, bis es dunkel wird“ ein „Meta-Sequel“, welches weitaus interessanter ist. Als Grundlage dafür, sollte man „Der Umleger“ mal schauen. Ansonsten kann man durchaus bessere Filme sehen!