Die Bestie aus dem Weltraum (1980)

Captain Larry Madison erhält den Auftrag, zusammen mit seiner Crew auf dem fernen Planeten Lorrigen das kostbare Metall Autalium aufzuspüren. Dort erwartet die Crew ein seltsamer Mann namens Onaf, der ihnen erklärt, dass ein durchgedrehter Computer den Planeten in seiner Gewalt hat. Schon bald muss die Crew die Flucht ergreifen…


Achtung Verwechslungsgefahr!!!

Der Deutsche Verleihtitel: “Die Bestie aus dem Weltraum” bekam auch der von 1957 stammende SciFi Streifen. Originaltitel 20 MILES TO EARTH, wo Ray Harryhausen für die Effekte verantwortlich war.

Dieser Kandidat DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM lässt sich schwer beschreiben und in eine Schublade stecken. Es ist ein kruder Mix aus Science-Fiction, Erotik, Hardcore (wenn man die XXX Version hat) und eine ordentliche Portion TRASH. Nun, dieser Mix klingt schon mal vielversprechend. Doch die Enttäuschung stellt sich schnell ein. Zwar bekommt man lustige Papp-Kulissen, Lichtschwerter mit dazu gehörigen Kämpfen, viel Erotik, Fetish und billige Special Effekte. Doch reicht das aus? Mitnichten, denn trotz Schauspielerischer Beteiligung von Sirpa Lane. Auch wenn sie in DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM leicht bekleidet in Fetisch Kleidung durchs Bild wackelt, kann es nicht über den fehlenden Plot und Spannung hinweg trösten. Man kann den Film eher als C-Movie betrachten, als in der Riege der B-Movies hinauf zu setzen.

Hier wurde viel von anderen Filmen geklaut, imitiert und dreist abgeschaut. Allen voran die Lichtschwerter -Kämpfe kennt man schon aus den 70er Jahren von KRIEG DER STERNE.

Diesen Streifen bekommt man in zwei Schnittfassungen serviert, einmal in der soften Version und es wurde auch eine Hardcore Version veröffentlicht. Von der Laufzeit unterscheiden sie sich nicht. Nanu werdet Ihr sagen? Wie kommt denn das? In der Hardcore Version wurden Archiv Aufnahmen eingefügt und dafür mussten andere Szenen weichen. Doch wer nun denkt das man in der Hardcore Version mehr für sein Geld bekommt, den muss man auch enttäuschen. Reicht da der riesige Gummi Penis eines Monsters aus? Hm, schwere Frage. Ich drücke es mal so aus, jeder hat so seinen Fetisch. Wem es gefällt.

Erotik ala Barbarella

Logik, Verstand, und auch die Spannung sind leider komplett auf der Strecke geblieben. Die Geschichte plätschert munter vor sich hin und der Zuschauer wird mit kruden Szenen versucht bei der Stange zu halten. Was für ein Wortspiel, bei solch einem Streifen!

Wer schon einige italienische SciFi Streifen gesichtet hat, wird sicherlich einige Kulissen wieder erkennen. Sie wurden schon in anderen Produktionen verwendet. Diese Art von Recycling spart zumindest schon mal Kosten und drückt das vorhandene Budget noch mehr in den Keller. Vielleicht gesellt es sich mit dem Niveau des Streifens. Denn wenn Menschen erregt werden, weil sie Pferden beim Akt zuschauen, finde ich das schon sehr bedenklich und merkwürdig. Vielleicht bin ich auch nur zu prüde, verklemmt.
Kleine Bemerkung: Das gesuchte Metall namens “Autalium” ist ein fiktiver Begriff. Ein Metall ähnlichen Namens existiert nicht.

Die Nähe zum Erotik/Monsterklassiker “La Bete” ist unbestreitbar. Sirpa Lane bringt hierzu die meiste Erfahrung mit, denn 1975 wirkte sie in dem Fantasy-Erotik-Drama-Klassiker von Walerian Borowczyk in der Hauptrolle bereits mit. Iren Szemeri spielt 1978 in dem reinen Science Fiction-Abenteuer “Krieg der Roboter” (La Guerra dei robot, Regie: Alfonso Brescia) in einer kleinen Rolle mit.

DIE BESTIE AUS DEM WELTRAUM bekommt man auf VHS und DVD. Die Hardcore Version ist nur auf DVD vom Label X-Cess erschienen.