Die durch die Hölle gehen (1978)

So werden sie nie wieder feiern: Nick und Michael tanzen auf der Hochzeit ihres Freundes Steven. Tage später kämpfen sie in Vietnam. Es gelingt ihnen – allen Wirren zum Trotz – zusammenzubleiben. Als Vietcong-Truppen sie gefangen nehmen, landen die drei im gleichen Lager. Nur knapp überleben sie die Folter im Wasserkäfig, der ihnen kaum Raum zum Atmen lässt. Die sadistischen Spässe der Feinde überstehen Nick und Steven dank Michael: Vietcong-Soldaten zwingen sie, russisches Roulette zu spielen und schliessen Wetten auf ihr Überleben ab. Michael nutzt die Waffe zur Flucht.

Filme die sich mit dem Thema Vietnam beschäftigen gibt es wie Sand am Meer, doch dieser hebt sich von anderen sehr weit ab, aber nicht ins negative, nein, er ist was besonderes. Nicht nur die Spielzeit ist was besonderes, wer sich Die durch die Hölle gehen ansehen möchte, brauch Sitzfleisch um die 178min zu überstehen! Aber der Film benötigt die Länge um vieles zu verstärken, und um den Zuschauer die Dramatik der Protagonisten noch mehr zu verdeutlichen. Man kann sich den Film wie ein Theaterstück vorstellen, er ist unterteilt in 3 Akten, vor Vietnam, während und was ist danach. Es wird auf die einzelnen Storys ausführlich eingegangen und gekonnt in Szene gesetzt. Man kann sich wunderbar hineinversetzen und trotzdem nur teilweise erahnen was es heisst diese Hölle zu erleben. Andere Filme beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Vietnam – Krieg, die durch die Hölle gehen, zeigt beeindruckend den Zuschauer was davor und danach so alles passieren kann und wie sich die Leben der einzelnen Menschen verändert.

“Die durch die Hölle gehen” ein Klassiker

  • Der Film wurde bei der Oscarverleihung im Jahr 1979 mit fünf Oscars ausgezeichnet: Bester Film, bester Nebendarsteller (Christopher Walken), beste Regie, bester Schnitt und bester Ton. Er erhielt vier weitere Nominierungen: De Niro als bester Hauptdarsteller, Meryl Streep als beste Nebendarstellerin, bestes Drehbuch und beste Kamera.
  • 1979 Golden Globe für die beste Regie und fünf Nominierungen, darunter bester Film und bester Hauptdarsteller (De Niro).

Die Auszeichnungen sprechen in diesem Fall für sich und lassen einen nur erahnen was einem in diesem Film alles erwartet und schonungslos und hemmungslos erwartet. Man kann den Film eher als Antikriegsfilm einstufen was viele missverstehen. Der Film zeigt einem deutlich, wie das Leben der Männer samt ihrer Angehörigen durch die Sinnlosigkeit des Krieges zerstört wird. Es ist also ein Film über die Opfer des Krieges, auch die, welche nie in Vietnam waren.

Den Film gibt es auf VHS, DVD und BlueRay!

Ich gebe dem Film 10 / 10 Punkten!