Flashpoint – Die Grenzwölfe

Flashpoint – Die Grenzwölfe ist ein Polit-Thriller von 1984 unter der unter der Regie von William Tannen entstand. Es war Tannen sein erster Film, und sich dann noch mit einem politischen Thema auseinandersetzen ist kein leichtes Unterfangen. In seiner weiteren Karriere drehte Tannen mit Chuck Norris 1988 den Film „Hero“, dazu gesellt sich noch „Jack the Ripper lebt“ von 1999.

In Flashpoint begleiten wir zwei Boarder Guards bei Ihren Einsätzen an der texanischen Grenze zu Mexiko. Jedoch nicht an einem geregelten Grenzübergang, sondern in der Wüste wo viele Schmuggler, Immigranten und Dealer ihr Unwesen treiben. In den beiden Hauptrollen sehen wir Kris Kristofferson und Treat Williams als Grenzwölfe. Kristofferson kennt man vor allem aus dem Truckerstreifen „Convoy“ als Rubberduck. Williams ist unter anderen durch Filme wie „Das Phantom“ von 1996 als Xander Drax, „Octalus – Der Tod aus der Tiefe“ von 1998 als Finnegan oder auch als Roger Mortis in der Horror-Action Komödie „Dead Heat“ bekannt. Beide Schauspieler sind Darsteller mit reichlich Erfahrungen in der Branche und das schon vor Flashpoint.

Die Geschichte von Flashpoint ist recht schnell erzählt und schreitet in einem flotten Tempo voran. Die beiden Grenzpolizisten finden auf einer Patroille ein altes Autowrack eines Jeeps, dort drin befindet sich ein Koffer voller Geld aus den 60er Jahren. Knapp 800.000 US-Dollar, zwar schon durch die Jahre stark angegriffen aber nach Prüfung bei einem Spezialisten zwar selten vorzufinden aber haben noch nicht ihre Gültigkeit verloren. Sie versuchen das Geheimnis für sich zu bewahren um sich mit dem Geld aus ihrem tristen Leben als Grenzpolizisten zu entfliehen. Doch da tauchen noch geheimnisvolle Anzugträger aus Washington D.C. auf und stören beide bei ihrem Vorhaben.

Um einen Aufhänger für das Geld und das Autowrack vorzuweisen, veranlassten die Drehbuchautoren eine Verbindung zum Kennedy Attentat im Jahr 1963. Ein Gewehr was sich ebenfalls im Wrack befand, dient als Stütze als das Gewehr mit dem auf Kennedy geschossen wurde. Das Geld soll als Bezahlung des Dienstes gelten. Dazu kommen noch die Anzugträger die der Regierung angehören, somit ist die politische Ebene abgedeckt. Diese Umstände verhelfen dem Film Flashpoint zu einem Thriller. Die Geschichte bekommt dadurch die nötige Würze und den Drive um den Zuschauer bei Laune zu halten. Andernfalls wäre es wohl ein langweiliger Copstreifen in der Wüste von Texas gewesen.

Schauspielerisch betrachtet sind alle Darsteller auf einem guten Niveau und wissen in ihren Rollen zu überzeugen. Kristofferson glänzt förmlich durch sein rauhes Aussehen mit Vollbart wie in Convoy in der Rolle des Grenzpolizisten. Man nimmt ihn die Rolle glaubhaft ab. Williams dagegen wirkt etwas unbeholfen und fehl am Platze, sein Auftreten wirkt zu glatt und sauber, er hätte auch gut in die Rolle der Anzugträger gepasst. In weiteren Rollen tauchen noch Namen wie Kurtwood Smith, den man auch aus „Fortress – Die Festung“ als Gefängsnidirektor kennt und Miguel Ferrer auf.

Flashpoint ist stimmig in Szene gesetzt worden. Die Sets in der Wüste nahe der Grenze tragen viel zur Atmosphäre bei. Die vereinzelten Gebäude unterstützen die Weite der Landschaft und einzel auftretende Rollen lockern das triste Dasein auf. Die Action verhält sich zusehends bedeckt und kommt erst zum Ende des Films in den Vordergrund. Der Finale Schusswechsel war zum Beispiel auf der damaligen VHS Version geschnitten worden, der jedoch in der Neuauflage auf DVD komplett enthalten ist.

In Flashpoint geht es mehr um die Intrigen, Machenschaften und Geheimnisse der Regierung als die Arbeiten der Grenzpolizisten zu bewundern. Es zeigt das die Regierungen bereit sind Menschen die ebenfalls auf der selben Seite stehen, auch ohne Bedenken ans Messer geliefert werden, sofern sie den eigenen Machenschaften und Zielen im Wege stehen.

Dank dem Label „Savoy Film“ können wir uns nun diesen Thriller auf DVD anschauen. Das Bild ist deutlich verbessert gegenüber der VHS aber kein HD, es ist körnig und die Farben wirken teils etwas blass. Die Tonspuren sind lediglich in Dolby Digital 2.0 verfügbar, kommen aber klar und deutlich aus den Lautsprechern. Bonusmaterial findet man leider keins auf der Scheibe, jedoch beinhaltet die DVD ein Wendecover ohne FSK Aufdruck!