Die Haarsträubende Reise in einem verrückten Bus (1976)

Fast jeder ist schon mal mit dem Bus gefahren, mit dem Flugzeug verreist oder hat davon geträumt, in den Weltraum zu reisen. Wem diese Dinge nicht sonderlich neu und fremd sind, der kennt bestimmt die Klassiker Komödien „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff“ oder auch den Ableger „Die unglaubliche Reise in einem Flugzeug“. Wer solche Gag Explosionen liebt und mag, wird sicherlich den Vorreiter solcher Streifen kennen oder zumindest neugierig sein, worum es sich handelt.

In den 70er Jahren, genauer gesagt 1976 legte Regisseur James Frawley unbewusst den Grundstein für die Gebrüder Zucker und deren Nachfolger / Nachahmer, mit dem Film Die Haarsträubende Reise in einem verrückten Bus. Frawley sammelte vor diesem Film bereits einige Erfahrungen hinter der Kamera durch einzelne Episoden diverser TV – Serien. In den 80er Jahren drehte er unter anderem ein paar Columbo Episoden. Aber auch andere Filmproduktionen konnte er erfolgreich meistern und sich einen Namen im Film und TV Geschäft erarbeiten. Zu seinem bekanntesten Film dürfte sicherlich die Teeny Komödie „Amerikan Eiskrem“ aus dem Jahr 1985 sein.

Die Haarsträubende Reise in einem verrückten Bus bietet dem Zuschauer auch eine große Besetzungsliste, viele namenhafte Schauspieler aus den 70er Jahren sind mit vertreten und geben ein Stelldichein zum Besten. Da durfte auch ein Larry Hagman, bekannt als J.R. Ewing aus der TV Serie „Dallas“ nicht fehlen, zu ihm gesellt sich noch Stockard Channing, bekannt aus „Grease“ (1978), „Bitter Moon“ (1992) und „Smoke – Raucher unter sich“ aus dem Jahr 1995, um nur ein paar aus ihrer Filmographie vorzutragen. In weiteren Rollen sind John Beck, Ned Beatty, Jose Ferrer und Sally Kellerman zu sehen.

Die Haarsträubende Reise in einem verrückten Bus ist eine flotte, rasante Komödie, hier passiert ständig etwas, doch immer mit Bedacht dahinter nicht zu sehr ins lächerliche abzulenken um einen sauberen Grad an Humor aufrecht zu halten. Zwar sind manche Situationen etwas übertrieben und überzeichnet, doch in den 70er Jahren sorgte dies noch für viel Furore und Aufsehen – heutzutage etwas angestaubt und übersehen. Slapstick mischt sich mit Parodie, immer mit kleinen Anspielungen auf die Katastrophenfilme des Jahrzehnts. Aber auch viele Kleinigkeiten tragen ihren Sinn für Humor und Situationskomik im Film zu bei, es müssen ja nicht immer mächtige, impulsive Gags sein – weniger ist manchmal mehr, dieses Sprichwort passt förmlich dazu.

Der Film lässt dem Zuschauer auch kaum Pausen zum verschnaufen zu, Langeweile ist hier fehl am Platze, glänzen tut er vor allem durch die dutzenden bekannten Gesichter, die man aus zig anderen Produktionen kennt und liebt.

Die Haarsträubende Reise in einem verrückten Bus ist definitv der Vorreiter solcher Gagansammlungen in nur einem Film. Die Brüder Zucker orientierten sich sicherlich an diesem Werk und versetzen die Story in andere Reisemöglichkeiten und erhöhten die Gagdichte noch etwas. Doch wer mit dem Humor ala „Die nackte Kanone“ was anfangen kann, sollte sich dieser Komödie beruhigt hingeben und sich gekonnt in die 70er Jahre zurückversetzen lassen. Auch werden dem Zuschauer ein paar kleine Actioneinlagen auf dem Silbertablett serviert, auch Szenen wie eine Reifenwechsel Sequenz während der Fahrt bleibt sicherlich unvergessen. James Bond lässt grüßen.

Den Film gibt es in Deutschland auf VHS und DVD, und besitzt eine Freigabe von 12 Jahren.