Die Hyänen (1985)

Wem die Filmtitel „Kiba, der Leibwächter“ von 1976 und „Silent Madness – Der Schlächter“ von 1984 was sagen, der ahnt vielleicht welcher Regisseur sich hinter der Kamera verbirgt für „Die Hyänen“ aus dem Jahr 1985. Es war Simon Nuchtern auch sein letzter Film, was ich persönlich sehr schade finde, denn Potenzial und Ideen hatte er genug, es fehlte ihm wahrscheinlich nur an Praxis diese Dinge auch unterhaltsam umzusetzen.

Die Hyänen“ ist ein Action – Drama Gemisch was das Thema eines Kriegsveteranen und einer Rockerbande erneut aufgreift. Die Rockerbande tyrannisiert eine Kleinstadt und die Bewohner haben Angst vor ihnen und lassen alles mit sich machen. Da taucht aus dem Nichts ein Kriegsveteran auf und wird durch einen Zufall zum Beteiligten und mischt die Bande erstmal ordentlich auf. Mehr kann und braucht man für die Story keine Worte verlieren. So wird einem recht schnell klar, das es sich um ein altbewährtes Thema handelt, was nur erneut einen neuen Aufguss erhielt. Doch „Die Hyänen“ ist etwas anders, wahrscheinlich trägt das gewählte Setting einer tatsächlichen Kleinstadt ihren Teil zu bei.

Auch was die Schauspieler in den Film angeht, kann man nicht meckern. Als Kriegsveteran spielt sich Lance Henriksen die meisten Sympathiepunkte vom Zuschauer zu. Seine Darbietungen der verschiedensten Rollen und Charaktere hat so manche Fans hervorgebracht und sein Name taucht auch heute noch auf unzähligen Covers und Postern auf. Der Name bürgt für Qualität – kann man hier wunderbar anwenden!

In einer weiteren Rolle ist George Kennedy zu sehen, ihn kennt man als Cop aus „Die nackte Kanone Trilogie“ und auch aus unzähligen anderen Produktionen. Sei es „Airport 80“ von 1979, „Deathship“ von 1980 oder „Braindead“ von 1990 um hier nur mal drei Beispiele aufzuzählen. Seine Filmlaufbahn ist unwahrscheinlich lang und umfasst somit fast jedes Genre was man spielen kann!

In weiteren Rollen tauchen Richard Lynch, Karen Black und William Forsythe auf. Alle Schauspieler tragen ihr Talent zum Vorschein und erwecken kaum den Anschein, das es sich bei Die Hyänen um einen B-Movie handelt. 

Die deutsche Synchronisation trägt einen Unterhaltungpunkt zum Gesamteindruck dazu. Sie ist an manchen Stellen etwas neben der Spur und die Dialoge und Sätze wirken etwas konfus, was aber dem Unterhaltungswert nicht beeinträchtigt. Wer nun Interesse an diesem sehr unbekannten Streifen verspürt, hat mehrere Möglichkeiten in den Filmgenuss zu kommen. Die Hyänen gibt es auf VHS vom Label „Vestron Video“ oder aber auch auf DVD in der bekannten und beliebten „cmv Trash Collection“ als Nummer 105 in einer kleinen Buchbox. Die DVD Version bietet noch einen kleinen Zusatz, man erhält eine zweite DVD auf der sich der Rockerstreifen „Die Rocker von der Boston Street“ darauf befindet, so hat man gleich zwei solcher Filme in einer Box. Das erscheinen in der cmv Trash Collection liegt wohl an der Sache, das die Rocker einen Panzer klauen und die Stadt in Schutt und Asche legen wollen, das dabei sich ein Kriegsveteran in den Weg stellt, ist ja nun mehr als passend!

Wer sich das volle 80er Flair geben möchte, und einem einfachen, simplen Film die Chance zuteilt, wird mit mit Die Hyänen seinen Spaß haben. Allein für Lance Henriksen Fans ist dieser Film Pflicht!