Die Mächte des Wahnsinns (1194)

Ungewöhlich und gruselig

Ein sehr guter Gruselfilm, mit vielen Schockeffekten und einem überraschend gut gelugenen, konfusen, sehr phantastisch verwirrenden Spannungsaufbau, der bis zum Ende anhält. Die bunte Licht- und Blutorgie spielt geschickt mit Horrorelementen und zieht, ähnlich wie die inhaltliche Thematik, den Zuschauer in seinen Bann. Carpenter hält einen Spiegel hoch und reflektiert sich und uns als identitätsverlorene Masse, die sich in einer Pseudowirklichkeit auflöst, ob durch Bücher oder Film. Der Verlust der Persönlichkeit in einer verwirrenden Scheinwelt, von uns selbst erfunden, indem wir glauben wir sind echt, sind aber nur Fiktion. Der Mensch ist zwar nicht erfunden, aber er kann zu einen Teil der Geschichte werden,wenn er sich nicht selbst rettet. Carpenter zeigt das so verstörend und überdeutlich, dass man sich diesem Film kaum entziehen kann.
Der Film lebt sowohl von der Optik als auch von den Inhalt,der in all der effektiven Inszenierung nicht untergeht. Ein zu Unrecht übergangenes Werk von Carpenter.