Die Mumie (1999)

Ägypten 1923: Die archäologisch forschenden Geschwister Jonathan (John Hannah) und Evelyn Carnahan (Rachel Weisz) entdecken Hinweise auf Hamunaptra, die Stadt der Toten. Sie organisieren eine Expedition dorthin, wofür sie den Abenteurer Rick O’Connell (Brendan Fraser) als Führer engagieren, da er als einziger Mensch den Standort der Stadt kennt. Doch in Hamunaptra lauert die Mumie des Hohepriesters Imhotep (Arnold Vosloo), der für den Mord an dem Pharao verflucht wurde. Die Teilnehmer der Expedition erwecken ihn versehentlich zu neuem Leben und müssen von da an alles daran setzen, ihn zu besiegen und erneut zu Grabe zu tragen…

Die Mumie aus dem Jahr 1999 ist das effektbeladene und „ein klein wenig“ teurere Remake des Klassikers aus dem Jahre 1932 mit Boris Karlof in der Hauptrolle. Im Remake übernimmt der südafrikanische Schauspieler Arnold Voslo Kalrofs Rolle als titelgebende Figur. Ihm auf den Fersen sind Rachel Weisz (Der ewige Gärtner) und John Hannah (Spartacus) als Geschwister, und Brendan Fraser (Tintenherz), der von den beiden als Führer wider Willen angeheuert wurde, um das Grab der Mumie zu finden. Inszeniert hat das alles Effekt-Regisseur Stephen Sommers (Octalus – Der Tod aus der Tiefe).

Regisseur Sommers greift die alte Idee von der auferstandenen Mumie auf und setzt das Ganze mit viel Humor und Action um, weshalb man den Streifen eher als Abenteuerfilm statt als Horrorfilm bezeichnen kann. Auf blutige und brutale Szenen verzichtet der Film. Stattdessen wird er getragen und vorangetrieben von einer soliden, aber auch äußerst absurden Story und einer gut gelaunten Besetzung. Man sollte aber als Filmkenner nicht in Versuchung kommen, Brendan Fraser als Indiana Jones-Imitat zu sehen, denn ich finde, Brendan Fraser hat seine Figur des Abenteuers und Lebemanns Rick O’Connell auf seine spezielle Art eine gewisse Eigenständigkeit verliehen, hat er doch darin einige sehr komische Momente, was sicherlich daran liegt, dass Fraser zur damaligen Zeit eher als Komiker bekannt war und deshalb seine Anhänger nicht enttäuschen wollte. Ich finde, ihm ist das gelungen und es gibt dem Film eine gewisse Würze, die sich von den Indiana Jones-Filmen abhebt.

Tatsache ist, dass diese humorvolle Art des Abenteuerfilms 1999 beim Kinopublikum sehr gut ankam und einer der erfolgreichsten Filme im Jahr 1999 war, was dazu führte, dass 2001 eine Fortsetzung in die Kinos kam. Allerdings dauerte es bis 2008, wo man einen dritten Teil veröffentlichte, allerdings ohne Rachel Weisz.

Die Mumie wurde musikalisch unterlegt von Filmkomponist Jerry Goldsmith. Und ich muss zugeben, dass ich bei der letzten Sichtung seinen Stil mehr oder weniger erneut heraushörte, obwohl mir zum Zeitpunkt der Sichtung nicht bewusst war, welche Person diese fulminante Kawumm-Musik komponiert hat, lag die vorletzte Sichtung doch schon so an die zehn Jahre zurück. Hört sich Rambo-mäßig an, schoss es mir durch den Kopf, was ja nicht verwunderlich ist, komponierte er auch für diese Filme die Musik. Jerry Goldsmith hat uns leider 2004 im Alter von 75 Jahren verlassen. :(

Die Mumie gibt es als VHS, DVD und BluRay. Im Fernsehen sieht man ihn bis heute mindestens ein- bis zweimal im Jahr.

Fazit: Gut gelaunte Neuverfilmung eines Klassikers, die Spaß macht.