Die Nacht der Creeps (1986)

Inhalt:

Der junge Christopher Romero (Jason Lively) verliebt sich in die ebenfalls junge Cynthia Cronenberg (Jill Whitlow). Um sie näher kennen zu lernen beschließt er gemeinsam mit seinen Freund James Carpenter Hooper (Steve Marshall) in die gleiche Studentenverbindung einzutreten in der Cynthia ist. Als Mutprobe sollen die beiden einen Leichnam besorgen. Die beiden dringen in einen Hochsicherheitstrakt der Universität ein und stehlen da tatsächlich eine Leiche. Als diese Leiche sich bewegt fliehen die beiden. Die Leiche ist nämlich der eingefrorene Johnny, der 27 Jahre zuvor von einen außerirdischen Parasiten befallen wurde. Da Johnny nun aufgetaut ist, legt der Parasit nun richtig los. Das weiß nur noch niemand. Detektive Ray Cameron (Christopher Atkins) ermittelt.

Filmisches Feedback:

Gekonnte Hommage und Parodie

Fred Dekker

Fred Dekker ist kein Unbekannter im Genre des Horrors und der SF. Nachdem er den schon guten HOUSE  geschrieben  hatte (und später Episoden für eine meiner Lieblingsserien GESCHICHTEN AUS DER GRUFT, dem kindgerechten ROBOCOP 3 (seine bis dato letzte Regiearbeit) oder auch RICOCHET – DER AUFPRALL schrieb) drehte er mitten in den 80ern sein Filmdebüt. Dieser bietet eine humoristische Hommage an die 50er und 60 Jahre Grusel und SF-Filme (was man unverkennbar an die S/W-Szene am Anfang sieht) und gleichzeitig verspottet er satirisch alle gängigen Klischees dieser “Invasions”-Filme aus dem Reiche des B-Films. Dekker schafft es, trotz oder grade wegen des geringen Budgets des Films, dem billigen Genrefilm eine eigene Note zu geben. Dekker drehte zudem 1987 den Film MONSTER BUSTERS. Momentan schreibt Dekker mit an Drehbuch zum neuen PREDATOR-Film.

Allein schon, dass die Charaktere der Figuren Namen bekannter Genregrößen tragen, lässt darauf schließen, dass er sich sehr gut im Genre auskennt. Ganz nebenbei bietet er auch tatsächlich eine recht spannende Story aus Versatzstücken allerlei Genres. Er zerpflückt diese und setzt sie wieder zusammen. Unterstützen tun ihn da die recht gelungenen SFX und die Schauspieler. Tom Atkins, als alter John Carpenter Protagonist, ist eine herrliche Parodie seiner Selbst. Auch tummelt sich hier David Paymer (QUIZ SHOW, AMISTAD, HOWARD – EIN TIERISCHER HELD) rum. Und auch Produzent Charles Gordon erwies sich als guter Griff. Schließlich produzierte er später auch STIRB LANGSAM oder WATERWORLD. Der Film zog 2007 eine Fortsetzung nach sich mit dem Titel  NIGHT OF THE CREEPS 2 – ZOMBIE TOWN. Der Film hat zwei verschiedene Enden. Eines bei dem ein entschlüpfter Parasit Richtung Cynthia springt (also Richtung Kamera). Und eins bei dem aus dem Hirn des Cameron mehrere Parasiten schlüpfen und Richtung örtlicher Friedhof ziehen. Daraufhin sucht das Raumschiff am Anfang des Films diese Parasiten.

 Alles in allem ein guter, kleiner Partyfilm für Genreliebhaber und solche die es werden wollen.