Die Nackten und die Bestien (1972)

Sieben kampffreudige, sexlüsterne Damen möchten ins Waffen- und Bordellgeschäft einsteigen. Unter Einsatz aller Reize wird den feindlichen Kämpfern manch Glied demoliert. Die Fleischeslust ist es, welche die Anführer immer wieder am Rande des Schlachtfeldes zu einem Schäferstündchen á la Asien zusammenführt. Nach getanem Liebeswerk, mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht, greift man wieder zu Pfeil und Bogen um seinem Gegner die Brust zu durchbohren…


Holla! Was ist denn das? Der Film DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN ist ein Sex-Abenteuer Streifen von 1972. Der sleazige Streifen könnte glatt aus deutschen Landen stammen, doch weit gefehlt. Er stammt aus Fernost.

Den Film kann man in keine Schublade stecken, es sei denn er bekommt eine eigene verpasst. Die Mischung aus Abenteuer, Eastern, Action, Sex und Western definiert vieles neu. Liest man sich die Filmbeschreibung durch, so hat man schon die ganze Story des Films vor Augen. Doch dient die magere Geschichte nur dazu einen Leitfaden durch die Bilder des Films zu führen. Schon zu Beginn des Films bekommt man einen kleinen Einblick von dessen was einen im späteren Verlauf des Films erwartet. Doch erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Denn im weiteren Verlauf steigern sich die bewegten Bilder immer mehr.

In erster Linie dient DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN die Frauen oft hüllenlos und in gewagten Posen dem Zuschauer zu präsentieren. Hier werden schon mal Schäferstündchen mit dem Feind abgehalten. Manchmal freiwillig und manchmal freiwillig unter Zwang. Dazu gesellt sich eine deutsche Synchronisation die aus dem Hause Rainer Brandt stammen könnte. Die deutsche Synchronisation verhalf damals den Film dazu, viele der gezeigten Szenen zu verharmlosen. Das Original dürfte weitaus frauenfeindlicher sein, was sicherlich viele Bewegungen in Deutschland zum Jubeln gebracht hätte.

Die Story und die Synchronisation wechseln stetig von Hart bis hin zum obskuren Dialogen. Auch die Szenenabfolgen betreiben ein Wechselspiel ohne Ende. Statt direkter Waffeneinsatz bringen die Frauen ihre typischen Waffen ins Spiel – ihren Körper. Da bekommt man schon als Mann feuchte Augen bei den asiatischen Schönheiten. Zwar bewegen sich alle Darsteller aus dem Film eher auf mittelmäßiger Schauspielkunst, doch die Frauen spielen das elegant runter!

Doch auch blutige Kämpfe und rohe Gewalt fanden ihren Platz in der dürftigen Story. So kommt auch der Blutfreak einiges geboten. Zwar keine Orgien wie man es aus anderen Produktionen kennt, aber durchaus anschaubar. Auch fanden Foltereinlagen ihren festen Platz im Film. Zwar nicht so explizit in Szene gesetzt aber immer noch mit Genug Sadismus im Gepäck.

Diesen sleazigen Streifen aus den 70er Jahren muss man einfach gesehen haben. Durch die kurze Laufzeit von nur knapp 75 Minuten kommt keine Langeweile auf. Vieles erinnert den Fan von asiatischen Produktionen an CHINESE GHOST STORY, LADY SNOWBLOOD oder SASORI. Dies ist sicherlich von Regisseur  Yasuhara Hasebe beabsichtigt. Vieles wirkt überzogen und könnte glatt aus einem Manga stammen.

Selbst der Soundtrack ist stimmig und rundet den Gesamteindruck positiv ab. Mit Klängen die auch glatt aus den SCHULMÄDCHEN REPORT stammen könnten. Mehr 70er Jahre und sexuelle Revolution geht kaum noch. Wer sich schon für KARATE,KÜSSE,BLONDE KATZEN begeistern konnte, wird mit DIE NACKTEN UND DIE BESTIEN erst recht seine Freude haben.


[amazon_link asins=’B002UDLKPE’ template=’ProductCarousel’ store=’retrofilmbl07-21′ marketplace=’DE’ link_id=’1a471cc7-7fdc-11e7-83e0-2b1e051ebc91′]