Die Schlacht um den Planet der Affen (1973)

Inhalt:

In “Schlacht” führt Cäsar, der Affensohn von Cornelius und Zira aus den vorhergehenden Teilen die Affen nicht nu aus der Sklaverei. Er ist nun auch der Anführer von Affen und Menschen gleichermaßen. Nach den atomaren Holocaust wurde ein neuer Lebensraum außerhalb der Städte gefunden. Aber die Rassen sind nicht gleichberechtigt. Zwar leben sie miteinander, aber die Menschen müssen sich ein wenig den Affen unterordnen. Das Wort „Nein“ ist verboten und alle haben sich vegetarisch zu ernähren.

Der Menschenlehrer Abe bringt den Affen das Lesen und Schreiben bei. Aldo, der Gorilla-General, macht dies nur wiederwillig. Als er aus Wut gegenüber Cäsars Sohn ein Schriftstück zerreißt sagt der Mensch Abe „Nein“, woraufhin Aldo und seine Gorillas die Schule verwüsten und Abe verfolgen. Cäsar geht dazwischen und erzählt Abe, dass er gerne seine Eltern kennengelernt hätte. Diese wussten viel über die Zukunft des Planeten. Abe teilt ihn daraufhin mit, er möge doch in die „verbotene Stadt“ gehen. Hier lagern in einen Archiv Magnetbandaufnahmen seiner Eltern. Cäsar macht sich daraufhin mit Abe und einen weisen Orang-Utan auf den Weg dorthin. Dort angekommen werden sie von einer Gruppe überlebender Menschen unter der Führung von Gouverneur Kolp beschossen. Sie können fliehen. Kolp schickt daraufhin einen Spähtrupp hinterher um die Stadt der Affen ausfindig zu machen. Bei deren Rückkehr marschiert eine Armee der Menschen auf die Affenstadt zu.

Zwischenzeitlich besorgt General Aldo Waffen und will die Affenstadt unter seine Führung bringen. Cäsars Sohn Cornelius hört dies mit, wird entdeckt und stirbt bei einen Versuch ihn zu stoppen. Aldo nutzt die Gunst der Stunde und ruft das Kriegsrecht aus.  Er übernimmt die Herrschaft über die Affenstadt, lässt alle Menschen einsperren und besorgt sich noch mehr Waffen. Die Menschen reichen die Affenstadt. werden aber zurückgeschlagen. Cäsar will die gefangenen Menschen freilassen. Aldo will sie töten. Da wird offenbart, dass Aldo Cornelius getötet hat. Somit verstößt er gegen die oberste Affenregel die besagt, dass kein Affe einen anderen tötet. Cäsar jagt Aldo auf einen Baum, bei dem er in den Tod stürzt. Cäsar startet daraufhin einen Neuanfang, bei dem Menschen und Affen friedlich nebeneinander leben.

Die Endszenen zeigen 600 Jahre nach Cäsars Tod einen Orang-Utan, der die Geschichte Menschen und Affen erzählt. In einer sehr kitschigen Einstellung, bei dem aus einer Cäsarstatur eine Träne läuft, endet der Film und die Saga.

 

Filmisches Feedback:

Nach den unterschätzten vierten Teil, der auch wieder Erfolg an der Kinokasse hatte, starteten am 02.01.1973 die Dreharbeiten zu diesen fünften Teil. Regie führte wieder J.L. Thompson. Der Film kostete umgerechnet 1,8 Millionen US-Dollar (und spielte ca. 8,8 Millionen ein). Man merkt den Film an, dass auch hier wieder das Budget sehr gering gehalten wurde. Dies war auch ein Ärgernis für Thompson. Er drehte bereits, bevor das Drehbuch endgültig fertig war. Auch wusste man bereits, dass Fox entschieden hatte, die Filme nicht weiter fortzusetzen als Kinofilm, sondern als TV-Serie. Statt auf große Kulissen zu setzen, baute man sehr simpel eine Affenstadt auf der damaligen FOX-Ranch. heute ist das der Malibu Creek State Park. Für die Szenen in der verbotenen Stadt drehte man kurzerhand in der Abwasseranlage von Los Angeles. Um Kosten zu sparen sind die erst6en vier Minuten ein Zusammenschnitt aus den dritten und den vierten Teil. Viele der Schauspieler aus den zuvor gegangenen Teilen waren wieder mit an Bord. Roddy McDowall spielte Cäsar, Nathalie Trundy war auch wieder mit dabei. Somit sind sie die einzigen beiden Darsteller, die in vier der fünf Filme mitwirkten (übrigens wirkte McDowall auch in der Fernsehserie mit). Hari Rhodes, der den MacDonald im vierten Teil spielte, lehnte ab. So schuf man einfach seinen Bruder als Charakter. Gespielt von Austin Stoker („Assault on Prencict 13“). Auch sollte Don Murray als Gouverneur Beck zurückkehren. Er hatte aber kein Interesse. Und so nahm man als Hauptbösewicht der Menschen Severn Dearden, der im vierten Teil bereits den Kolp spielte. Somit ist diese Figur die einzige neben die des Dr. Zaius, bei dem ein Bösewicht in zwei Teilen der Reihe mitwirkte. Lew Ayres, ein bekennender Pazifist spielte ironischerweise einen Orang-Utan, der die Waffenkammer bewacht. Als Drehbuchautor wurde wieder Paul Dehn engagiert. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er aber nur am Ende der Produktion das Script ändern. Es übernahmen John William und Joyce Hooper Corrington die Aufgabe. Beide war zuvor sehr erfolgreich gewesen mit ihrem Drehbuch zu „Der Omega Mann“ von 1971. Joyce sagte später, sie hätte vorher nie einen „Affen“-Film gesehen. Das produzierend Studio wollte auch nicht wieder ein gewalttätiges Ende wie in Teil Vier. Es wollte familientauglich sein. So wurde viel umgeändert.  Dehn schrieb das Ende der Corringtons um. Das Originalende sah vor, dass menschliche und Affenkinder zusammen auf einen Spielplatz spielen. Auch sah das Ende eine Art Affen/Mensch-Hybrid vor. Es wurden sogar Maskentests gemacht, aber diese fielen so schlecht aus, dass man die Idee fallen ließ. Im Übrigen inspirierte Tony Mendez  dieser Film zu der Operation „Argo“. Verfilmt von Ben Affleck.

Neben den fehlenden Budget, den vielen Drehbuchänderungen und dem gewollten familientauglichen Abschluss geht das eigentliche Grundkonzept, der Koexistenz der Rassen etwas unter. Auch viele Ungereimtheiten stellten die Logik des Films auf eine harte Probe. Ohne dass es eine Erklärung gab trugen die Affen die Kleidung der Affen aus den zuvor gegangenen Filmen.  Auch hatten auf einmal alle Affen die Möglichkeit zu sprechen, zu lesen und zu schreiben. Im vierten Teil war es nur Cäsar der dies konnte. Auch gab es im fertig gestellten Film nicht die Szenen, bei der Kolp seinen Helfern Alma und Mendez erklärte, sie sollten die Kobaltbombe (die bereits im zweiten Teil vorkam) zünden, wenn er mit der Menschenarmee nicht zurückkommen sollte. Mendez wiedersetzte sich und versteckte die Bombe sodann in eine Statur. Was interessant gewesen wäre. Denn Mendez ist in diesen Film der erste aus der Linie der Mendez, die in „Rückkehr zum Planet der Affen“  erwähnt wurde.Auch ist die Figur des Aldo ganz anders ausgelegt als im dritten Teil erwähnt. In „Flucht vom Planet der Affen“ erzählt Cornelius, dass es einen Affen namens Aldo gab, der die Affen anführte bei der Revolte. Im vierten und diesen Teil wurde aus den Anführer nicht Aldo sondern Cäsar. Aldo existiert hier bereits nach der Affenrevolte gegen die Menschen. Also kann dieser Aldo nicht gemeint sein. Diese kleinen Logiklöcher vervollkommnen das Bild eines Films, der irgendwie mehr rausholen hätte können. Das Grundkonzept, die friedliche Koexistenz der Affen und Menschen wurde hier zugunsten einer gewollten Konfrontation aufgegeben. Leider sieht man das auch im gesamten Film. Er ist nicht schlecht, aber das Potential wurde nicht ausgeschöpft. Auch wäre es wert gewesen, den Fokus vielleicht auf die Zeit danach zu richten. Wie wurde dann doch aus der letzendlichen Koexistenz ein Affenstaat? Ist die Zukunft offen? Ein wenig zu verschwurbelt war das Ganze dann.

Im Großen und Ganzen allerdings gehört die „Planet der Affen“-Reihe zu einen der interessantesten Beiträge der Filmgeschichte.