Die Sündigen Nonnen von St. Valenti (1974)

Die junge Lucia wurde von ihrer Familie ins Kloster eingesperrt, um sie von ihrem Geliebten Esteban fern zu halten. Die beiden wollen fliehen. Doch dann wird Esteban der Ketzerei beschuldigt; verletzt muss er sich selber im Kloster verstecken. Dort erlebt er fassungslos die Verderbtheit der Nonnen von St. Valentin. Angeführt von der lasterhaften Äbtissin führen die Schwestern ein sittenloses und unmoralisches Leben; Erniedrigungen und Bestrafungen stehen ebenso auf der Tagesordnung. Die Inquisition beschließt dem sündigen Treiben ein Ende zu setzen. Esteban muss Lucia aus dem Irrenhaus retten, bevor die Männer der Inquisition grausame Strafe an den Nonnen verüben.

In den 70er Jahren gab es so einige Nonnenfilme, die sich eher dem Genre Erotik und Drama verschworen hatten, und die Sündigen Nonnen von St. Valentin reiht sich in diesen wunderbar ein. Doch auch wenn es ein paar Filme aus dem Genre gibt, die vieleicht mehr Sex und Erniedrigungen zu bieten haben, so hat dieser Film einen erheblichen Vorteil. Die Realtitätsnähe ist verdammt hoch, vieles wirkt so glaubhaft als wenn es wirklich so damals abgegangen ist.

Die Darsteller können den Zuschauer sehr gut überzeugen und machen allesamt Ihre Rollen sehr glaubwürdig. Was vor allem andere Filme manchmal nur andeuten, so wird das in die Sündigen Nonnen von St. Valentin auch gezeigt, Erniedrigung pur, kann man nur sagen, ich würde ja nun gerne eine Szene bereden, um dies zu verdeutlichen, aber damit würde ich vielen vielleicht die Neugier auf diesen Streifen nehmen und ihnen die Erwartungen etwas mindern, also kann ich nur sagen: Anschauen und mit dem Kopf schütteln!!

Die musikalische Seite ist sehr gut und stimmig zu den jeweiligen Szenen gewählt worden, für die Regiearbeit in die Sündigen Nonnen von St. Valentin war Sergie Grieco zuständig, der uns auch schon in den 60er Jahren weit geläufige Titel näher brachte, um mal ein paar zu nennen: “Argoman” aus dem Jahre 1967, “Fünf Klumpen Gold” von 1972 und “Der Tollwütige” von 1977, dies war auch sein letzter Film, denn Grieco ist im Jahre 1982 verstorben. Der Unterhaltungswert in die Sündigen Nonnen von St. Valentin ist durchgehend auf einem konstantem Level und bietet nur wenige langweilige Passagen. Dennoch kann ich diesen Film nur den Fans solcher Nonnenfilme ans Herz legen, oder an die die nun neugierig geworden sind, alle anderen dürften mit diesem Thema und dem Genre nicht allzu viel anfangen können.

Die DVD von “Donau Film” bietet gutes klares Bild, lediglich bei helleren und sehr dunklen Szenen ist das Bild etwas schwammig und verwischt, man bedenke aber auch das der Film schon etliche Jahre auf dem Buckel hat. Tonmäßig bietet die DVD satten MONO Sound, Stereo kannte man damals noch nicht, der Sound und die Sprachausgabe sind klar und deutlich zu verstehen.

Die Sündigen Nonnen von St. Valentin sind bei “Donau Film” ungeschnitten, und werden mit zwei Sprachen ausgeliefert, deutsch und französisch, Bonusmaterial gibt es leider nur ein paar Trailer. Fazit: Interessanter Film, angenehme Story und eine gut gelungene DVD, was will man mehr!

Ich gebe dem Film die Sündigen Nonnen von St. Valentin 8 / 10 Punkten

[stextbox id=”info”]Danke an Donau Film fürs Bereitstellen der DVD![/stextbox]

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