Die Todesfalle unter dem Meer

Es gibt TV produktionen denen merkt man das geringe zur Verfügung stehende Budget im geringsten nicht an, und es gibt welche da erkennt es selbst ein Laie. Aber das ein geringes Budget noch lange keinen Flop prophezeit beweist uns “Die Todesfalle unter dem Meer” aus dem Jahr 1974, der unter der Regie von Russ Mayberry entstand. Mayberry ist kein Neuling in Sachen TV – er drehte schon in dutzenden TV Serien einzelne Episoden und auch weitere Fernsehfilme kann er in seiner Filmographie vorweisen. Sei es “Ein Colt für alle Fälle”, “Detectiv Rockford” oder auch “Cojak”. Nicht zu vergessen seine filmische Handschrift in einigen Episoden der 80er Kultserie “Miami Vice”. “Die Todesfalle unter dem Meer” ist eine Mischung aus Tierhorror und Abenteuer, mit ein paar Drama-Elementen.

Selbst wenn man für eine TV Produktion einige bekannte Schauspieler gewinnen kann, und den Film sogar ins Kino bringt, bedeutet das noch immer nicht das er Garant für gute Unterhaltung ist. Doch obwohl “Die Todesfalle unter dem Meer” zugleich dieses Schicksal ereilte, kann und weiß er den Zuschauer mit einer spannenden und bedrückenden Atmosphäre bei Laune zu halten. Vergleicht man den Film mit größeren Produktionen, dann fällt er durch, betrachtet man ihn jedoch mit dem Aspekt eines TV Films, so kann er sich behaupten.

Klaustrophobische Spannung baut er durch das versunkene U-Boot beim Zuschauer auf, zudem kommt noch die Sauerstoff Knappheit der Besatzung und dann sind da ja noch die tödlichen Schlangen an Bord. Somit wird die simple Story durch geschickt platzierte Elemente wieder ins rechte Licht gerückt.

Zudem sind noch diverse bekannte Schauspieler an Bord, allen voran David Jannsen, den die meisten wohl eher als Dr. Kimble auf der Flucht von 1963 kennen dürften. Das erschwert auch leider die Identifizierung als Kapitän des U-Bootes im Film, da man ihn eigentlich nur als Dr. Kimble kennt. In weiteren Rollen tauchen noch Namen wie Hope Lange auf, sie spielte unter anderem in “Ein Mann sieht Rot” von 1974 und “Nightmare 2 – Die Rache” von 1985 mit, dazu noch einige Auftritte in diversen TV Serien. Wer sich noch an den Dr. Elliott Snow in “Barracuda” von 1978 erinnert, wird hier auch Jason Evers als Commander Kirk erkennen.

Bei diversen Szenen und Einstellungen merkt man das geringe Budget deutlich an. Das U-Boot wird in Aussenaufnahmen durch ein einfaches und billig wirkendes Modell inszeniert. Die Schlangen sind harmlose Würgeschlangen, sollen aber im Film gefährliche Viper darstellen. Dagegen sind die Unterwasseraufnahmen recht gut gelungen, auch wenn hier die Logik etwas fehlt, bei extremer Strömung steigen nämlich die Luftblasen der Taucher gerade nach oben auf.

Bislang ist diese TV Filmperle in Deutschland nur auf VHS vom Label “Summit Video” erhältlich, es gibt noch eine weitere Variante von “Sunrise Video” die jedoch identisch ist und sogar das Intro von “Summit” beinhaltet.