Die Überlebenskünstler (1983)

Donald Quinelle wird entlassen. Er lernt in einem Laden den ebenfalls arbeitslosen Sonny Paluso kennen. Beide Männer verhindern den Raubüberfall von Jack Locke auf das Geschäft. Quinelle, Paluso und Locke verbünden sich, um den Unternehmer Wes Huntley zu bestehlen.

 

Der Regisseur Michael Ritchie ist ein Mann für das Komödien Genre gewesen, zahlreiche bekannte Filme mit vielen Komikern sind in seiner Filmographie vorzufinden. Angefangen mit “Zwei ausgebuffte Profis” mit Burt Reynolds, “Was macht der Tote auf der Wäscheleine?” ist ebenfalls solch ein Kandidat. Dazu drehte er noch die “Fletch” Filme mit Chevy Chase in der Hauptrolle. Im Jahr 1983 drehte er DIE ÜBERLEBENSKÜNSTLER mit Walter Matthau und Robin Williams in den Hauptrollen. Es war Williams erst sein dritter Film, seine Karriere befand sich noch ziemlich am Anfang und weitere Klassiker und Kultfilme folgten postwendend.

DIE ÜBERLEBENSKÜNSTLER bewegt sich in meinen Augen mehr in der Drama Schiene als in der Komödien Ecke. Die Geschichte von zwei Pechvögeln, die durch einen Zufall zusammen finden und gemeinsam ihren beschwerlichen Weg gehen wollen, hört sich mehr nach Dramatik an. Doch kommt der Humor zum Vorschein und blitzt an diversen Stellen leicht hervor. Jedoch immer in Bedacht, nicht zum albernen und Slapstick abzurutschen.

Walter Matthau hat was die Schauspielerische Leistung und Figurenzeichnung im Film ganz klar die Nase vorn. Seine Präsenz und Ausstrahlung ist wie gewohnt ausgezeichnet und wieder eine Freude zu beobachten. Williams wirkt etwas zu überzogen und wild. Aufgedreht und dennoch fehl platziert. Gut, sein Charakter ist nicht gerade Mr. Perfekt, sondern einfach nur ein Glückloser Mensch, der zur Zeit eine Pechsträhne durchleben muss. Auch kann es daran liegen das Williams noch relativ unerfahren im Filmgeschäft zum Zeitpunkt des Drehs war.

Trotz diverser Längen im Plot, die auch mit zahlreichen Dialogen gespickt sind, weiß der Film zu unterhalten und gefallen. Schon in den ersten 10 Minuten bekommt man einen kleinen Einblick was einen noch im späteren Verlauf erwartet. Doch ein erfahrener Zuschauer wird auch bemerken das DIE ÜBERLEBENSKÜNSTLER auch etwas hab fertig und unausgegoren wirkt. Dies liegt vor allem an der Charaktertiefe, die hier schlichtweg vergessen wurde. Auch wurde hier das Hilfsmittel Musik völlig außer Acht gelassen und kommt so gut wie gar nicht zum Einsatz.

Für Abwechslung im Plot sorgt der Strang mit dem Zusammentreffen eines Killers, den sie bei einem Überfall in einem Cafe kennen gelernt haben. Die Darstellung des Killers ähnelt sehr stark an Rutger Hauer, in diese Rolle schlüpfte der Schauspieler Jerry Reed. Ihn kennt man vor allem als “Schneemann” aus der “Ein ausgekochtes Schlitzohr” Reihe an der Seite von Burt Reynolds. Reed war auch ein erfolgreicher Country Sänger und Songwriter, er schrieb auch für die “Bandit” Reihe den Titelsong.