Die Zeitfalle

DIE ZEITFALLE ist eine amerikanische Fernsehproduktion die sich mit dem Thema Zeitreisen befasst. Für diesen Fernsehfilm stand Michael Schultz, ein Amerikaner mit deutschen Namen hinter der Kamera. Schultz ist kein Unbekannter Mann, er drehte zum Beispiel auch “Das Chaoten-Team “mit den fettleibigen Rappern und “Der Tanz des Drachen” im Jahr 1987 (bislang nur auf VHS verfügbar). Zudem war er auch bei diversen TV Serien beteiligt und konnte für einige Episoden sein Können unter Beweis stellen, allen voran seine Episoden zur Serie “Starsky & Hutch” aus den 70er Jahren.

Anstatt sich wie man es aus anderen Zeitreisenfilmen kennt mit einer Maschine oder Auto zu reisen, geschieht dies in DIE ZEITFALLE mithilfe eines Kristalls, bei dem man die Zeit einstellen kann, und auch andere Zeitreisende aufspüren kann um hinterher zu reisen. Die Story des Films ist recht simpel und überschaubar. Ein Wissenschaftler aus der Zukunft reist in die Vergangenheit, genauer gesagt zu Zeiten des Wilden Westens um die Geschichte zu verändern, natürlich zu seinem Vorteil, denn in der Zukunft ist sein Projekt gefährdet und wird nicht geduldet. Alle Wissenschaftler stehen in der Zukunft unter Aufsicht, da die Vergangenheit schon des öfteren bewiesen hat, das Wissenschaftler die Geschichte ändern wollten. Doch in der Gegenwart stellt sich mithilfe einer Verbündeten die ebenfalls aus der Zukunft stammt ein Professor von der Uni ihm in den Weg.

Doch der Regisseur schaffte es gut, die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden. So springt man immer zwischen den Zeiten hin und her. Und so bekommt der Zuschauer immer einen Geschichtsrückblick zu Gegenständen. Somit erfährt man wie ein Messer auf einer Western – Auktion seinem Besitzer entwendet wurde, oder eine Kiste ihr Einschussloch von einem Revolver bekam. Die Effekte des Zeitreisens werden lediglich durch Lichtblitze und Lichtblendungen vollzogen, aufgrund des wohl kleinen überschaubaren Budgets einer Fernsehproduktion.

Für DIE ZEITFALLE wurden ein paar bekannte Gesichter engagiert, allen voran ist hier Klaus Kinski zu nennen. Der Genie und Wahnsinn vereint, in diesem Film mimt er den Wissenschaftler aus der Zukunft, dem sein Projekt des Zeitreisens unterbunden wird, aufgrund dessen er in die Vergangenheit reist um die Geschichte zu seinem Gunsten zu verändern. Kinski war bekannt für seine Ausraster, sei es in Interviews oder auch in Filmen. Hier bekommt man nur einen kleinen Vorgeschmack auf sein markantes und wiedererkennbarem Verhalten. In DIE ZEITFALLE besitzt er nur wenig Stoff zum sprechen, und somit beschränken sich seine Sätze auf ein minumun und bestehen oft nur aus wenigen Wörtern. Anstatt sich selbst für den Film zu synchronisieren überließ er diese Aufgabe einem anderen. Der Film zählt nicht zu den besten und bekanntesten von Kinski, und reiht sich gut in seine B-Movie Reihe ein, auch wenn er hier anders als gewohnt sich sehr actionlastig bewegt!

In weiteren Rollen tauchen noch William Devane und Laurene Hutton auf, Devane kennt man auch aus “Der Marathon-Mann” und “Der Mann mit der Stahlkralle”. Hutton hat den Ruf eines Playboy Bunnies zu tragen, sie spielte unter anderem in “Die Playboy-Story” von 1999 und “Studio 54” von 1998 mit, um nur zwei Beispiele ihrer bis heute anhaltenden Karriere beim Titel zu nennen.

Leider ist DIE ZEITFALLE das Schicksal von Logikfehlern und plumpen Inszenierungen nicht befreit, manche Sprünge in der Zeit sind nahtlos überzogen und kaum nachvollziehbar. Doch das Eindringen in eine abgesicherte Militärbasis mithilfe des Kristalls und Nutzung des Zeitspringens ist sehr origninell umgesetzt worden.

Lange Zeit gab es diesen Zeitreisestreifen nur auf VHS in zwei verschiedenen Auflagen. Doch ab dem 15. Juli 2016 beschert uns das Label “Pidax Film Media Ltd.” den Film ungeschnitten und remastered auf DVD. Dazu bekommen wir noch das damalige Covermotiv als Cover, nur ein wenig von den Farben aufgefrischt.