Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill (1968)

Die naive Lehrerin Rachel Clark reist per Kutsche in den kleinen Ort Porno Hill, um von dort aus nach einer Goldmine zu suchen, die ihr von ihrem Vater vererbt worden war. Dort gerät sie allerdings schnell in sinistre Kreise: Sowohl die örtliche Puffmutter Vanessa als auch der üble Ganove Craig Benson und dessen notgeile Schergen sind hinter der Goldmine her. Jetzt kann nur noch der mutige Django Rachel helfen.

Es gibt Filme, da denkt man sowas gibts nicht, Django Nudo gehört zu dieser Fraktion. Ich hatte ja schon einiges erwartet als ich das Cover erblickte, aber nach dem anschauen, stellten sich meine Vorstellungen in den Schatten, aber nicht im negativen Sinne. Denn Django Nudo hat mich köstlich amüsiert, eine Erotik-Western-Komödie die wohl seinesgleichen sucht!

man beachte die Baggerspuren im Sand

“Und, Django, hast du sie alle gemacht?” – “Nein. Sie waren maskiert und ich wusste nicht, wo ich hinschießen sollte.”

Die Schauspieler sind in Django Nudo durch die Bank vollkommen talentfrei, lediglich ein bekanntes Gesicht ist zu erhaschen, die Rede ist von Marsha Jordan, eine amerikanische Softcore-Legende aus den 60er Jahren. Was optisch Django Nudo betrifft, nun über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, die Damen sind sagen wir mal abseits von Modelmaßen und Optik. Wer nicht viel wert auf optische Leckerbissen seitens der Frauen legt wird sich in Django Nudo wohl fühlen. Die Handlung von Django Nudo ist mehr als nur flach, was man von den vielen Dekolletees der Damen nicht behaupten kann. Die Synchro, die sogar mit bekannten Sprechern aufgenommen wurde, haut alles weg, was man vorher je gehört hat. Da gibt es in Django Nudo so ordentlich eins auf die Glocke, dass man aus dem Lachen nicht mehr rauskommt, da geht so ziemlich alles tief  und tiefer unter die Gürtellinie.

Aus einem Erotikwestern wurde so eine ultratrashige Westernkomödie, die man eigentlich gesehen haben muss, um es zu glauben. Django Nudo würde auch prima als Hörspiel funktionieren. Bei zu derben Sprachgebrauch wurde der Ton übrigens weggepiept und bei zu viel leidenschaftlichem Körpereinsatz wird der Fantasie freien Lauf gelassen, indem nur ein rotes Bild zu sehen ist. Mehrfach werden Begriffe und Dialoge ausgepiepst wie man es von Talkshows her kennt, die Dialoge wurden auf die zu erwartende Zensur abgestimmt, manchmal ertönt ein Piepser nach dem anderen. Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill ist das perfekte Beispiel für die Macht der Synchronisation. Aus fadem Westernschrott wird hier eine komödiantische Perle, und deswegen seit Jahren einen geradezu legendären Ruf genießt – auch weil der Film bisher nicht auf DVD erhältlich war.

Was sich jetzt aber ändert, dank “Ascot Elite” und zwar sogar ab 16 und in einer verlängerten Fassung. Die neben der Synchro und dem O-Ton auch noch einen witzigen Audiokommentar von Christian Kessler und Heinz Klett ertönen lässt. Was mich dazu brachte Django Nudo zweimal hintereinander anzuschauen, einmal in der deutschen Synchro und einmal mit dem Audiokommentar, und beide Versionen sind extrem zum lachen und schlecht für den Bauch!

Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill ist unglaublicher Schrott aber bei diesem Film darf das als Kompliment verstanden werden. Wer auf feinsten Trash steht was mal nicht mit Endzeit und Scifi zu tun hat, sollte sich Django Nudo zulegen und anschauen!

Die DVD von Ascot Elite hat ein klares Bild, satte Farben und wenn man bedenkt wie alt bereits Django Nudo ist, kann man nichts beanstanden, eine sehr gut gelungene DVD-Umsetzung. Der Ton ist klar und deutlich, kein Knacken und kein Rauschen, alles in allem eine gute Umsetzung, so möchte ein Filmfan ältere Filme digital für seine Sammlung haben! Ein Lob an Ascot Elite!

Ich gebe Django Nudo 10 / 10 Punkten

[stextbox id=”info”]Vielen Dank fürs Bereitstellen der DVD geht an Ascot Elite[/stextbox]