Dobermann Bande (1972)

Der Regisseur Byron Chudnow ist ein Hundefreund schlechthin, das merkt man vor allem an seinen Filmen. Da tauchen Titel wie „Doberman Gang“ von 1972, „Die Tolldreisten Dobermänner“ von 1973 und „Mit Dobermännern spaßt man nicht“ aus dem Jahr 1976 auf.

Im Jahr 1972 inszenierte er einen Thriller wo nicht die Gauner und Verbrecher die Hauptrollen übernehmen, sondern dressierte Hunde, von der Rasse Doberman. Ein Gespann von drei Leuten, Eddie,Sammy und Jojo sind beim letzten Bankraub durch einen kleinen Fehler leer ausgegangen. Man schmiss das Geld leider in das falsche Auto und musste die Flucht ohne die begehrten Dollar anstreben. Doch ein neuer Plan ist schon in Planung, Eddie hat die rettende Idee, Hunde zu Bankräubern auszubilden. Durch einen falschen Vorwand engagiert er den Hundetrainer Barney dazu, die Hunde zu seinem Zweck auszubilden. Auf einer entlegenen Farm werden nun 6 Dobermänner mithilfe des Trainers und Hundepfeifen dazu ausgebildet, einen Bankraub durchzuführen.

Die Story klingt interessant und auch etwas verrückt, doch Regisseur Chudnow ist hier eine kleine Perle im Thriller Genre gelungen. Die meiste Zeit des Films betrachtet man die Ausbildung der Hunde zu dressierten Bankräubern, das zeugt unwahrscheinlich viel von realismus und ist authentisch. Zwar sind diese Szenen nicht sonderlich spannend, und auch actionarm, doch die recht unbekannten Schauspieler tragen ihre Charaktere sehr glaubwürdig vor, auch wenn die eigentlichen Haptdarsteller die Hunde sind, einschließlich der Bulldogge, die einfach nur als Haustier gehalten wird.

Das Finale der angestrebte Bankraub ist sehr unterhaltsam und trägt Spannung mit sich, es ist sehr aufschlußreich inwiefern die Ausbildung der Hunde gelungen ist. Doch sollte man nicht vergessen, das viele Szenen mit den Dobermännern zeigen wie man brave Hunde zu wahren Bestien machen kann, wenn sie nicht auf Kommandos sondern nur noch auf die Hundepfeifen hören.

Die Doberman Gang“ ist ein sehr unterhaltsamer Thriller, alle Schauspieler bringen glaubwürdige und ausreichende Leistungen hervor. Der Schluß des Films birgt noch eine kleine Überraschung mit sich – passend zum Sprichwort: „Plane draus, wird nichts draus!“

Den Film gibt es hierzulande nur auf VHS vom Label „VMP“ mit einer Freigabe von 16 Jahren. An manchen Stellen wie auch beim Abspann bekommt man den Eindruck das hier etwas daran rumgeschnitten wurde, leider ist dies nicht bestätigt. In den USA gibt es den Film mit der indirekten Fortsetzung von 1976 mit Fred Astaire in einer DVD Box – zwei Filme auf einer Scheibe!