Nach der Ermordung ihres Bruders durch Juwelendiebe schwört die Polizistin Angel tödliche Rache. Bei ihren Ermittlungen stösst sie auf das „Auge von Atavar“ ein uralter Stein mit magischen Kräften. Mit seiner Hilfe will Finsterling Sin Do von seiner Insel aus die Welt beherrschen. Mit zwei Freundinnen nimmt Angel den Kampf auf.

 

Die meisten wissen, das wenn sie den Namen Jim Wynorski hören oder lesen was sie filmisch erwartet. Für die die es noch nicht wissen: Wynorski ist ein wahrer Trash Künstler. Trash steht eigentlich übersetzt für Müll, das mag für manche Filmische Werke sicherlich zutreffen, aber man betitelt auch oft im „positiven“ Sinne Filme als Trash.

Wynorski drehte noch Filme wie „Chopping“, „Deathstalker 2“, „Der Vampir aus dem All“ und „Das grüne Ding aus dem Sumpf“ um nur mal ein paar seiner sehenswerten Filme anzuführen.

Während heutzutage die Haie durch die Gegend fliegen anstatt im Meer zu schwimmen, so wurde in den 80er Jahren ganz andere Dinge fabriziert.

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL ist eine Mischung aus Action, Abenteuer, Komödie, Fantasy und Erotik. Das allen in einem Film? Ja, und das Endprodukt kann sich sehen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

„Gut geklaut ist besser als Eigene Ideen“ – so könnte man den Film in einem Satz beschreiben. Schon nach kurzer Laufzeit werden jedem so einige Dinge ins Auge stechen. Es wurde sich offensichtlich an der TV Serie „Drei Engel für Charlie“ und an „Bruce Lee – Enter the Dragon“ orientiert. Dazu noch eine Prise Russ Meyer, was vielleicht den letzten Skeptiker vorm Ofen hervorholt.

„Hey du Tittenkönigin, komm mal rüber  und lass dich anfassen!“

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL bietet Spaß pur. Dazu alle erdenklichen Mittel wie Roboterspinnen, Ninjas, Gladiatoren, urige Kostüme und vor allem große Oberweiten in knappen Outfits.

Der Film legt zu Beginn schon ein rasantes Tempo vor, und zeigt nur Ansatzweise was einem noch im späteren Verlauf erwartet. Storymäßig ist es zwar etwas stumpf und unsinnig, doch durch den Mix aus verschiedenen Genres und die Anordnung vieler Diebstähle seitens Wynorski steigert sich wieder der Unterhaltungswert.

Allen voran sei den drei leicht bekleideten Damen viel Aufmerksamkeit geschenkt. Melanie Vincz, Raven De La Croix und Angela Aames. Alle drei wurden von der Natur oder vom Chirugen gut ausstaffiert und drängen ihre offentsichtlichen Argumente auch des öfteren ins Bild. Zudem lassen sie auch mal die Hüllen fallen. Raven De La Croix spielte auch im Film „Drüber, drunter und drauf“ von 1976 mit, eine Russ Meyer Produktion. Bei der Oberweite auch nachvollziehbar. Sie produzierte auch DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL mit.

„Du wirst sehr viel Blut sehen Lederarsch aber dein eigenes“

In einer weiteren Rolle taucht der Bösewicht aus „Das Böse“ (Phantasm) Angus Scrimm auf. Desweiteren ist der glatzköpfige Schauspieler Robert Tessier im Cast zu erblicken. Zumeist spielte er in diversen Western Filmen mit. 

Viel nackte Haut, Action die auch mal blutig in Szene kommt, eine kuriose Story, Pappkulissen, billige Effekte und als Sahnehäubchen eine irre deutsche Synchronisation.

DREI ENGEL AUF DER TODESINSEL ist ein Trash-Fest. Trash in Reinkultur. Wer noch keinen Film von Wynorski kennt, sollte sich diesen Film anschauen. Ein herrlich abstrakter Film, der sich sicher von anderen Trashstreifen deutlich abhebt.

Bis zum August 2009 befand sich der Film auf der Indezierungsliste. Seit kurzem ist er digital überarbeitet von SchröderMedia auf DVD und Blu-ray auf jeweils 1000 Stück limitiert veröffentlicht worden. Wer Trash liebt sollte schnell zugreifen. Nur so können noch mehr solcher frühen Werke veröffentlicht werden.