Drive In Killer (1977)

Kurz nach Beginn der Vorstellung wird in einem kalifornischen Autokino ein junges Paar auf bestialische Weise ermordet. Die Polizei, die zwar sofort die Ermittlungen aufnimmt, kommt mit ihren Nachforschungen nicht weiter. Als schon am nächsten Tag erneut ein junges Paar dem Killer zum Opfer fällt nimmt die Polizei kurz darauf einen Tatverdächtigen fest. Sie glaubt den Fall nun zu den Akten legen zu können, was sich aber als schrecklicher Irrtum erweist…

 

Noch vor der berühmten “Halloween” und “Freitag der 13.te” Slasher Filmreihe startete 1976 der B-Movie DRIVE IN KILLER, auch hierzulande unter “Blutbad im Autokino” vertrieben. Als Regisseur dieses Slasher Beitrages fungierte Stu Segall, der weitgehend in seiner Filmkarriere als Regisseur für Hardcore-Filme involviert war. Weitere Nenneswerte und hierzulande bekannte Filmtitel aus seiner Filmographie sind leider nicht vertreten.

Der Spielort des Geschehens und der Story ist weitgehend in einem kleinen Autokino verlegt worden, wo ein geheimnisvoller Killer Liebespaare reihenweise köpft und umbringt. Zudem spielt die meiste Spielzeit der Story Nachts, was dem Geheimnis des Killers zugute kommt. 

Auch wenn die Story, der Handlungsort vielversprechend klingen, so sollte man seine Erwartungen dezent runter setzen. Zwar bietet DRIVE IN KILLER all das was man sich bei einem Slasher wünscht, Sex, Gewalt, Gore – doch leider scheiterte die Umsetzung. Das kann unter anderem am minimalen Budget liegen, die Unerfahrenheit im Genre, am Regisseur oder noch einige andere Dinge. 

In Bezug auf die Inszenierung der Gewalt, bekommt man so einiges geboten, sei es Köpfungsszenen, Kehle aufschlitzen oder Angriffe mit einem Samurai Schwert, doch die Umsetzung ist recht einfach und sehr primitiv geschehen. Sehr einfach und zu künstlich sind diese Szenen zu sehen. Das es sich um Puppen und Hilfsmittel handelt, erkennt selbst ein Unerfahrener Horror Zuschauer. 

Der Spannungsaufbau verhält sich sehr bedeckt, zwar bekommt man den Killer immer nur Ansatzweise zu sehen, zumeist nur die Waffe und das nächste Opfer, doch Spannung und Atmosphäre wird kaum geboten. Der Handlungsort ist gut gewählt, und bietet genügend Auswahl für den Killer. Dazu sieht man noch Darsteller die kaum bis gar nicht überzeugen und die Neugier des Zuschauers wecken. Untermalt werden viele solcher Szenarien durch eine oft nervige Musik, zwar an einigen Stellen passend platziert worden, aber auch oft zu nervig und zu lang im Einsatz.

Die härteren Szenen sind in den 74 Minuten gut verteilt, und werden von Dialogen begleitet, die einen manchmal etwas Unbehagen bereiten. Nicht weil sie der Spannung und Atmosphäre dienen, sondern einfach nur aus Langeweile. Was mir besonders Gefallen hatte, waren die beiden Cops, die den Killer jagen und ihre Ermittlungen führen. Besonders als sie sich als Liebespaar verkleiden und im Autokino observieren ist recht amüsant.

Doch noch ein Manko beherbergt DRIVE IN KILLER, das abrupte Finale, was durch einen Sprecher und einer Einblendung eines Textes abgeschlossen wird. Offene Fragen bleiben komplett unbeantwortet, und der Killer bleibt weiter im Verborgenen. Vielleicht versuchte man so ein offenes Ende zu setzen um weitere Teile über den DRIVE IN KILLER möglich zu halten.

DRIVE IN KILLER ist ein müder Versuch im Slasher Genre, mit vielen Ecken und Kanten. Doch betrachtet man ihn als Vorreiter vieler Klassiker, so zeigt er schon gut den Weg des Sub-Genres. In Deutschland ist er auf VHS und DVD erschienen, ist aber hierzulande Beschlagnahmt. Für Fans von Slasher Streifen und B-Movie Gucker ist DRIVE IN KILLER eine gute Empfehlung.