Driving Force (1989)

Wenn man den Titel Driving Force hört, könnte man denken es handelt sich um eine Fahrschule. Doch bei diesem Actioner von 1989 handelt es sich eher um eine müde Art von „Mad Max“. Regisseur Andrew Prowse sein erster Film orientiert sich an den Endzeitfilmen die vor Entstehung dieses Films gedreht wurden. Viele weitere bekannte Filme drehte Prowse nicht mehr, lediglich den Pilotfilm und insgesamt 17 Episoden von „Farscape – Verschollen im All“ dürften noch eine Erwähnung finden.

Der arbeitslose Ingenieur Steve O´Neill (Sam Jones) nimmt einen Job als Abschleppwagenfahrer an, er kann aufgrund Gesundheitlicher und zeitlicher Probleme seiner ursprünglichen Arbeit nicht mehr nachgehen. Doch es herrscht Krieg auf den Straßen, zwei Abschleppdienste rivalisieren sich auf den langen und einsamen Landstraßen, immer auf der Suche nach neuen Kunden und Aufträgen. Nelson (Don Swayze), Surf (Robert Marius) und Pool (Billy Blanks) sind hart im Nehmen und haben nichts zu verlieren wenn es um Aufträge geht. Doch Steve weiß sich zu wehren.

Driving Force wirkt etwas absurd. Allen voran die Abschleppwagen, sehen eher wie aufgepimpte Seifenkisten aus. Sie sind aber selbst kaum größer als die Wagen die sie abschleppen sollen. Dazu noch die wirre Idee, das es auf diesen einsamen Straßen auch noch harte Unfälle geben soll, schließlich gibt es ja kaum noch Autos die durch die Gegend fahren. Also kann man dem Film ruhigen Gewissens einen Hauch Trash zusprechen.

Jedoch kann der Film mit seinen Darstellern aufwerten. Wir erleben den Bruder vom verstorbenen Patrick Swayze, namens Don wiedermal in einem B-Movie. Ihm ist es leider verwehrt geblieben eine hoch angesetzte Rolle wie seinem Bruder zu bekommen. In einer weiteren Rolle als fieser Abschleppwagenfahrer sehen wir Billy Blanks. Ihn kennt man aus unzähligen B – Kloppern und SciFi Trash Granaten, doch hier verhält er sich etwas bedeckt und man bekommt nur wenig seiner Martial Art Kunst zu sehen. In einer weiteren Rolle taucht Sam Jones auf. Bei diesem Namen werden sicherlich einige hellhörig. Der ehemalige Flash Gordon Darsteller in einem Endzeitfilm.

Den Darstellern nimmt man getrost deren Rollen ab. Don Swayze als fiesen krebskranken Sadisten, der sowieso nichts mehr zu verlieren hat und Sam Jones als Retter und Beschützer seiner Tochter, für die er ja diesen Job angenommen hat.

Von der Gewaltdarstellung ist Driving Force sehr weit entfernt, zwar bekommt man ein paar böse Aufeinandertreffen der Kontrahenten zu Gesicht, doch allzuviel mehr passiert nicht. Lediglich am Anfang des Films, wo man einen Unfall sieht und die makaberen Methoden der Abschleppdienste. Es wurde mehr Wert auf die Entführung und Befreiung der Tochter von Steve gelegt. Gut tritt Böse gehörig in den Hintern. Dennoch macht der Film viel Spaß und wenn man ein paar alberne Verfolgungsjagden beobachten kann ist doch alles im Lot. Die Spielzeit vergeht trotz der fehlenden Stimmung einer Endzeit recht schnell. Für Fans von Endzeitfilmen und Verehrern von Jones, Swayze und Blank definitv ein Tipp.

Driving Force bekommt man auf VHS und DVD mit einer Freigabe von 16, ungeschnitten. Die Bild und Tonqualität ist dem Alter entsprechend sehr gut und die Farben wirken klar und kräftig. Auch die beiden Tonspuren Englisch und Deutsch sind sehr gut zu verstehen und beherbergen kein Rauschen oder Knacken. Als Bonusmaterial sind nur ein paar andere Trailer vom Label auf der Scheibe.