Duell (1971) – Perlen der 70er

“Duell” oder “einer der besten Erstlinge aller Zeiten”

Dieser Regieerstling von Spielberg ist nicht nur eine Hommage an Hitchcock, sondern beinhaltet auch bereits alle stilistischen Elemente späterer Spielbergfilme. Was ihn so besonders macht ist seine rohe Realität. Ob körniges Bild oder die nicht vorhandene Musik. Man spürt geradezu die Hitze und Schwüle und die Angst die der Mann hat vor einer Übermacht. Spielberg bleibt immer im Bereich des Realmöglichen. Was umso mehr hervorzuheben ist, denn hier hatte er anscheinend so gut wie kein Budget. Was dem Film aber zu Gute kommt, denn dadurch konnte er wunderbar experimentieren und holt hier alles raus was es an Spannung zu erzielen gilt.

Ein Film, der metaphorisch gesprochen, die Verlorenheit des Menschen in den Weiten der Menschheit zeigt, wobei selbiger immer verfolgt wird und nie zur Ruhe kommt, wenn er sich dieser Gefahr nicht stellt. Hier dargestellt durch den großen, dreckigen LKW, dessen Fahrer man nie sieht. Nur die Nummernschilder seiner Opfer. Die Machtlosigkeit gegen eine Übermacht und die Zuwehrsetzung um zu überleben…ein roter Faden durch spielbergsche Filme. Sei es „Der weiße Hai“, „E.T.“, „Jurassic Park“ oder auch „Der Soldat James Ryan“ und sogar „Schindlers Liste“. All dies sind Filme, die von dem Kampf Einzelner gegen eine eine Macht zeigt, die man nur unter größten Verlusten gewinnen kann….wenn überhaupt. Und schon damals wurden Sachen benutzt, die er Jahre später wieder verwendete. Als Beispiel: Das Ächzen des LKWs wenn er die Klippe herunterstürzt wurde 1993 wiederverwendet als Gebrüll des T. Rex in „Jurassic Park“.