Eddie (1996)

Basketball gehört in den USA zum Volkssport, so wie auch American Football oder Baseball. Aber auch hierzulande erfreut sich der Sport immer grösserer Beliebtheit. In der Masse von Sportfilmen, die es in den 80er und 90er Jahren in der Filmbranche gab, sind so manche interessante Werke sang- und klanglos untergegangen, bzw. in (fast) völlige Vergessenheit geraten. So auch der Film „Eddie“ von 1996 der unter der Regie von Steve Rash entstand, 1978 startete Rash mit seiner Regisseur Karriere mit der Verfilmung des Lebens vom Musiker „Buddy Holly“, ein weiteres bekanntes Werk aus seiner Laufbahn ist der Film „Schwiegersohn Junior“ von 1993.

Der Film handelt von der Mitdreizigerin Eddie, gespielt von Whoppi Goldberg, die für ihren Sportverein die „New York Knicks“ lebt, wenn sie mal nicht fürs Radio und TV die Spiele kommentiert, verbringt sie ihre Zeit im Stadion. Auch das die Mannschaft in der Basketball Liga eher schlecht als recht spielt, hält sie nicht davon ab, für ihre Mannschaft zu leben, und da zu sein. Als die Nicks einen neuen Team Manager bekommen und Eddie ihn durch ihre Arbeit als Chauffeurin kennen lernt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Sie wird kurzerhand als Ehrencoach auf die Trainerbank gesetzt, doch nachdem man ihr Talent und Können als Head Couch erkennt, bekommt sie die einmalige Chance sich zu behaupten und den Nicks zur Meisterschaft zu verhelfen.

Auch wenn der Storyablauf sehr vorhersehbar ist und in dutzenden Sportfilmen bereits seine Verwendung fand, ist „Eddie“ eine amüsante und durchaus unterhaltsame Sport – Komödie. Das eine Mannschaft durch einen Neuzugang den schweren Weg von ganz unten nach oben auf die Karriereleiter absolviert klingt nicht sonderlich neu, aber es kommt natürlich auch auf die filmische Umsetzung an. Natürlich werden hier allerlei Klischees bedient und brav nach der Reihe abgearbeitet, doch mindern sie keineswegs den Unterhaltungswert des Films. Viele Geschehnisse sind einfach gestrickt und leicht vorhersehbar, besonders wenn man schon einige Sportfilme gesehen hat. Doch „Eddie“ bietet wenige künstliche, gestellte Szenen und Einstellungen, allein das Flair und die Atmosphäre in der vollbesetzen Halle ist durch echte Fans entstanden und nicht durch Tricks oder Archivaufnahmen von anderen Spielen. Dazu kommen die typischen Soundstücke die das Publikum und die Mannschaften zusätzlich anheizen sollen, dadurch kommt das Feeling auf, als würde man ein echtes Spiel im TV verfolgen.

Dazu gesellen sich ein paar Gags und flotte Sprüche, auch bewegen sich manche Pointen durch den ganzen Film hindurch und sorgen somit für den ein oder anderen Schmunzler beim Zuschauer. Als Beispiel kann man den russischen Spieler gut ins Bild rücken: „Ivan wirft Korb!“, irgendwie erinnert mich das an „Guardians of the Galaxy“ mit Grooth: „Ich bin Grooth“.

Whoopi Goldberg bietet gute Unterhaltung und zeigt sich von ihrer bekannten und beliebten komödiantischen Art und Weise in Filmen zu spielen. Man kennt die quirlige Darstellerin unter anderem aus „Sister Act“ und „Corinna, Corinna“ und aus vielen weiteren kleinen Auftritten. An ihrer Seite stehen sogar echte Basketballspieler, auch wenn die meisten Darsteller der Sportler aus Schauspielern bestand, so sind auch wahre Größen zu erblicken, sei es Dennis Rodman, Vlade Divac oder auch Tyrone Bogues. In weiteren Nebenrollen treten noch Frank Langella, Richard Jenkins und Dennis Farina vor die Kamera.

Eddie“ bietet unterhaltsame 90 Minuten Komödie, gepaart mit Sport und einem Hauch Drama. Der Film zeigt eindrucksvoll wie die Medien einen fertig machen können und doch wird man von den Fans geliebt und geehrt. Somit bleibt „Eddie“ eine leicht verdauliche und sportliche Komödie.