Ein ganz verrückter Freitag (1976)

Ellen Andrews (Barbara Harris) und ihre Tochter Annabel (Jodie Foster) tauschen durch einen unbedacht ausgesprochenen magischen Wunsch die Persönlichkeit. Mama Ellen muss als Annabel die Schulbank drücken, während das Töchterchen in Ellens Körper einen Geschäftsmann von einer neuen Mode-Kollektion überzeugen soll…

In der Disney-Komödie Ein ganz verrückter Freitag sehen wir die dreizehnjährige Annabel Andrews (Jodie Foster) und ihre Mutter Ellen Andrews (Barbara Harris). Beide können die Probleme der anderen nicht verstehen und möchten gerne tauschen, weil sie das Leben der anderen für viel einfacher und unbeschwerter halten. Durch einen Zufall sagen beide gleichzeitig den Satz „Ich wünschte, ich könnte mit ihr tauschen – wenigstens für einen Tag!“ Plötzlich findet sich die Mutter im Körper ihrer Tochter in der Schule wieder, und die Tochter steht im Körper ihrer Mutter plötzlich zu Hause. Leider fand der Rollentausch genau an dem Freitag statt, an dem die Tochter Annabell für die Firmenkollegen ihres Vaters Bill Andrews (John Astin) eine Wasserskivorstellung geben sollte. Ihre Mutter, die das Wasserskifahren gar nicht beherrscht, macht auf den Brettern die Hölle auf Erden durch. Aber der Tochter geht es auch nicht viel besser. Beim Wäschewaschen quillt die Waschmaschine vor Schaum über, weil die richtige Dosierung des Waschmittels nur die Mutter beherrscht. Mutter und Tochter erkennen, dass das Leben der anderen doch nicht so einfach ist wie einst geglaubt und möchten ihre alten Körper zurück. Doch wie? Durch das gleichzeitige Aussprechen des Wunsches findet der Tausch statt. Allerdings nicht so wie geplant, denn Anabells Mutter fährt immer noch Wasserski – jetzt allerdings wieder in ihrem normalen Körper. Für Annabell ist klar: Sie muss zum Wasserskiplatz und ihre Mutter erlösen. Aber bis ihr das gelingt, gibt es noch einige Turbolenzen: Zum Beispiel wird Annabell von der Polizei verfolgt, weil sie mit dem Auto ihrer Eltern fährt, ohne einen Führerschein zu besitzen…

Yeah! Endlich habe ich die Gelegenheit, einen Film mit Jodie Foster zu bequatschen! Vor kurzem habe ich mir spontan die DVD von Ein ganz verrückter Freitag zugelegt und sie mir direkt zweimal hintereinander angesehen. Einmal eingedeutscht, und anschließend im Originalton. ENDLICH! Ich weiß einfach nicht, warum ich das nicht schon viel früher getan habe, gibt es die DVD-Auswertung von Ein ganz verrückter Freitag doch schon seit einigen Jahren. Naja, sei’s drum. Und auch wenn es da draußen Menschen gibt, die mit diesen Disney-Komödien-Heile-Welt-Dingenskirchen-Kitsch nix anfangen können und beim Lesen dieses Eintrags laut aufstöhnen und die Augen verdrehen, so muss ich euch leider mitteilen, dass mir eure Meinung vollkommen egal ist. Ich mag diesen Film. Wobei – so ganz heil ist in diesem Film auch wiederum nicht alles. Geht es doch sehr chaotisch, ja, schon beinahe anarchistisch zu in diesem Film, aber das Happy End ist natürlich eingeplant und auch vorhersehbar. Aber das bedeutet nicht, dass dieser Film schlecht ist! Ganz im Gegenteil… Und überhaupt! Ich sehe gerne Filme mit und auch von (!) Jodie Foster. Da lass’ ich nichts dran kommen. Ein Film von und mit Jodie Foster sind bei mir immer 10 Sterne, egal, was andere sagen. (Äußerst objektiv, nicht wahr? ^^)

Der Film Ein ganz verrückter Freitag basiert auf dem Roman „Verrückter Freitag“ (O.T.: Freaky Friday) aus dem Jahr 1972 von Mary Rodgers, die auch das Drehbuch zum Film schrieb.  Inszeniert wurde der Film von Gary Nelson, der drei Jahre später auch „Das schwarze Loch“ für die Disney-Studios inszenierte. Allerdings sind das die beiden einzigen Filme, die Gary Nelson für Disney drehte. Für Hauptdarstellerin Jodie Foster war es schon der 15 Spielfilm, worin sie mitwirkte (wenn ich mich denn nicht verzählt habe ^^). 2003 wurde das ganze mit Lindsay Lohan und Jamie Lee Curtis neu verfilmt und kam unter den Titel „Freaky Friday – Ein voll verrückter Freitag“ in die deutschen Kinos. (Ey, voll verrückt, ey! ^^)

Ein ganz verrückter Freitag ist in meinen Augen – trotz Erfüllung sehr vieler Disney-Klischees – eine gelungene, schwungvolle aber dennoch harmlose Familienkomödie, die man sich immer wieder mal ansehen kann. Trotz einiger Plattheiten hat der Film Charme und die Besetzung hat ihre Aufgabe hervorragend umgesetzt. Außerdem kann man diesen Film aus heutiger Sicht als eine Art Zeitzeugnis sehen, werden doch die siebziger Jahre klamotten- und frisurtechnich gut eingefangen. Ach ja, und scheiß Handys und andere, sinnlose Dinge, die man heutzutage in der Hosentasche hat und laut piepen, sieht man in diesen Film auch nicht! JUHU! :D (wie schön es doch früher war ^^)

Ein ganz verrückter Freitag gibt es auf VHS und DVD, wobei man natürlich dem digitalen Medium aufgrund des Originaltons den Vorzug geben sollte. Desweiteren läuft „Ein ganz verrückter Freitag“ oft im Fernsehen. Heutzutage leider nur noch im Privatfernsehen. Früher, in der guten alten Zeit, lief so was natürlich in der ARD ohne Werbeunterbrechung. ;-) Außerdem gab es noch zur Super-8 Zeit eine Schnittfassung von Piccolo-Film von Ein ganz verrückter Freitag. Heutzutage sind dieser Dinger sehr begehrt.

Olli´s Wertung: 10 / 10 Punkten

 Walt Disney Familien Klassiker: Ein ganz verrückter Freitag [DVD]
Anbieter WährungPreisVersandGesamtpreis
Media-DealerEUR8.482.9911.47  Zum Angebot
Thalia.deEUR8.953.0011.95  Zum Angebot
BOLEUR8.993.0011.99  Zum Angebot
buch.deEUR8.993.0011.99  Zum Angebot
jpcEUR9.992.9912.98  Zum Angebot
WeltbildEUR9.993.9913.98  Zum Angebot