Ein Mann wird zum Killer (1978)

Ein Amerikanisches Flugzeug landet auf den Philippinen. An Bord sind 3 Soldaten ( Russel , Harold )beide ganz schön zäh und Toni der geborene Killer. Die 3 haben auf dem Drogenschwarzmarkt eine menge Geld gemacht und wollen dieses jetzt in amerikanische Dollars tauschen. Harold und Toni wollen das Geld benutzen, um sich in LA an die Spitze der Mafia zu stellen. Russel aber möchte zurück zu seiner Frau und seinem kleinen Sohn. Sie treffen sich auf offener See mit einem chinesischen Goldhändler. Harold und Toni kommen zu der Überzeugung das der Schwächling Russel nicht nicht in ihre Pläne passt. Sie schneiden ihm die Kehle durch und werfen ihn über Board. Zwei Japanische Soldaten finden Russel am Strand einer Südseeinsel. Er lebt und sie pflegen ihm gesund. Mit der Zeit werden die 3 Freunde.
Russel erlernt von Sakuro, dem Samuraikrieger mit dem Schwert umzugehen. Bals ist er genauso perfekt wie der Japaner. In LA führen Harold und Toni einen blutigen Machtkampf um die Macht im Syndikat. Schließlich gelangt auch Russel zurück in die Heimat. Voller Hass gegen die beiden, startet er einen blutigen EIN MANN KRIEG um die Macht der beiden zu beenden und so zu seiner Rache zu finden…..

 

Cirio H. Santiago war, neben Eddie Romero und Gerry de Leon, eine der Galionsfiguren des phillippinischen Exploitationkinos. Unzählige Horror-, Action- oder Martial-Arts B-Movies gehen auf sein Konto. Besonders ergiebig war seine Zusammenarbeit mit Roger Corman, unter dessen Schirm er solche Perlen, wie “She Devils in Chains”, “T.N.T. Jackson” oder “Savage” drehte. Mit dem Star aus letzterem, James Iglehart, drehte er schließlich “Death Force”.

Der Film ist ein konvetioneller Rache-Streifen über einen farbigen Vietnam-Soldaten, der von seinen Kumpanen für einen Haufen Gold gelinkt wird und sterbend von Bord geworfen wird. Gestrandet auf einer Insel wird er von zwei alten japanischen Soldaten in die Kunst des Samurai eingeweiht und sinnt nun auf bittere Rache.
Eine etwas banale Story aber genau die richtige für einen Grindhouse-Reißer. Der Film vermischt Martial-Arts und Samurai Elemente mit klassischem Blaxploitationkino. Unser Held begibt sich in die Unterwelt der Stadt, denn seine ehemaligen Freunde und Verräter sind mittlerweile hohe Tiere in Gangster-Kreisen. So kommt es zu einigen sehr unterhaltsamen auseinandersetzungen. Es wird geschossen, gekämpft und das Schwert findet auch seinen Einsatz. Der Film ist äußerst billig gemacht und die Effekte wirken etwas albern aber darauf muss man sich einlassen. Ansonsten hat der Film einen sehr guten Flow und macht als “Black-Kill Bill”-Variante relativ Laune. Allerdings rate ich zur deutschen Kinofassung, die mit 96 Minuten relativ kurzweilig ist. Die Originalversion hat eine Länge von 110 Minuten und zieht sich etwas zu sehr, was einem Film diesen Genres deutlich den Wind aus den Segeln nimmt. Gerade die Love-Story bekommt hier mehr Szenen und erweist sich so als äußerst schleppend, denn hier agieren nicht gerade die besten Darsteller. Aber für dieses Kaliber geht das noch durch, denn mehr erwartet man vom phillippino Trash nicht.

“Death Force” oder “Ein Mann wird zum Killer” ist ein rauer, teilweise blutiger, schnörkelloser phillippinischer Blaxploitation-Beitrag mit “Kill Bill” Anleihen in bewährtem “Grindhouse”-Gewand. Flottes, Actionreiches und unterhaltsames B-Movie.

Der Film ist ungekürzt von “Subkultur Entertainment” inner halb der “Grindhouse Collection Vol.2” als No.1 erschienen. Die Blu-Ray/DVD-Kombo bietet neben einer Trailershow und dickem Booklet noch eine Dokumentation von “Electric Boogaloo”-Macher Mark Hartley über das phillipinische Exploitationkino der 50er bis 80er mit dem Titel “Machete Maidens Unleashed” als Bonus.