Enemy Mine – Geliebter Feind (1985)

In der Zukunft tobt in den weiten des Alls ein erbitterter Krieg zwischen den Menschen und der außerirdischen Rasse der Dracs. Zwei Kampfpiloten der verfeindeten Seiten müssen nach einem Feuergefecht auf einem verödeten Planeten notlanden. Um zu überleben müssen sie lernen ihre Feindseligkeiten und Vorurteile zu überwinden…

Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen, der die Kinozuschauer schon ein Jahr zuvor 1984 mit Die unendliche Geschichte nach Fantasien entführte, drehte 1985 dieses Science Fiction-Drama mit Louis Gossett Jr. als Drac und Dennis Quaid als Mensch Willy E. Davidge. Enemy Mine – Geliebter Feind ist kein herkömmlicher Science Fiction-Film, in dem spektakuläre Weltraumschlachten im Vordergrund stehen, sondern eher ein Drama über Vorurteile, Freundschaft und Loyalität, wie es bis Datum noch nie verfilmt wurde. Wer jetzt glaubt, dass Enemy Mine – Geliebter Feind langweilig wäre, irrt sich gewaltig. Eine wunderbare Kulisse, tolles Maskenbuilding und eine dramatische und überzeugende Story machen den Film zu etwas besonderen. Enemy Mine – Geliebter Feind zeigt deutlich, dass man auch einen Science Fiction-Film auf ganz andere Art drehen kann, der genauso fesselnd und mitreißend ist, wie andere seines Genres, in dem zu Hauf Explosionen, Geballere und Action pur herrscht.

“Dein Mickey Mouse ist albern und dumm!  

Enemy Mine – Geliebter Feind greift auf wunderbare Weise eine Art Robinson Crusoe- und Rassimus-Geschichte auf und lernt den Zuschauer, dass nicht alles was fremd- auch feindlich und böse sein  muss… das nur Vertrauen und Zusammenhalt etwas bewegen kann. Gerade in unserer heuten Zeit ist dieser Film aktueller den je. Ein großer Teil des Filmes wurde in den Bavaria Filmstudios hier in Deutschland gedreht und steht den Hollywood-Flair in nichts nach. Als Bösewicht, ohne den auch dieser Film nicht auskommt wurde hier Brion James verpflichtet, den ich persönlich noch nie so fies in einem Film erlebt habe. Enemy Mine – Geliebter Feind wurde mit einem Budget von beinahe 40,000,000 US-Dollar gedreht und ist jeden seinen “Cent” wert. Wie in der 2009 erschienene Avatar – Aufbruch nach Pandora wird hier schnell klar, dass der Mensch der Aggressor ist und nicht wie so oft das Fremde, eine andere Kultur, die wir nur allzu gern als Bedrohung empfinden. Enemy Mine – Geliebter Feind hat nicht nur einen großen Anspruch sondern auch Unterhaltungswert, so kommt eine gewisse Art von Situationskomik nicht zu kurz, aber ohne dass es übertrieben oder gar unpassend wirkt. Wer den Film sich nie angeschaut hat, weil er sich vielleicht durch die weniger von Action  als durch Anspruch durchsetzten Story abschrecken ließ, sollte dieses auf jeden Fall nachholen, da es beinahe eine Art von Wissenslücke bedeutet, den Film nie gesehen zu haben. Enemy Mine – Geliebter Feind wurde für zahlreiche Filmpreise, sowie auch den Saturn Award nominiert. Enemy Mine – Geliebter Feind lief bedauerlicher Weise nur geschnitten im Free-TV, aber auf VHS sowie auch DVD gibt es Langfassungen, selbst auf Laserdisk erhielt er damals eine Veröffentlichung. Eine Erscheinung auf BluRay ist nur eine Frage der Zeit.

Meine Wertung: 10/10 Punkten 

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