Es lebt! (1997)

Die Welt steht vor einer Katastrophe, die Ozosnschicht ist vollkommen zerstört, die Menschen können sich nur noch Nachts in der Öffentlichkeit bewegen und die Pflanzenwelt gedeiht nur unterirdisch in Labors. Was eigentlich nur Teil einer Story ist, ist jedoch sehr realistisch, und nicht sonderlich weit hergeholt. Denn auch in der Realität ist das Ozonloch zumindest beschädigt und die Sonnenstrahlen sind mittlerweile sehr aggressiv geworden. Auch das der Mensch versucht sich in Dinge von Mutter Natur einzumischen ist nicht sonderlich neu und dient als zusätzlichen Aufhänger der Story.

1997 wurde diese Thematik vom Regisseur Rene Daalder filmisch umgesetzt mit dem Titel „Es Lebt“. Daalder ist kein Unbekannter Mann hinter der Kamera, bereits in den 70er Jahren machte er auf sich aufmerksam mit dem Film „Massaker in Klasse 13“.

Betrachtet man die Story von „Es Lebt“ genauer, könnte man meinen man befinde sich in einem High School Abenteuer der typischen 80er Jahre. Doch weit gefehlt, es verbirgt sich ein Fantasy Abenteuer mit leicht komödiantischen Flair dahinter. Zwar bedient sich Daalder an vielerlei Klischees und arbeitet sie sauber ab, jedoch kann man behaupten das der Film eine kleine Perle unter den B-Movies ist und kaum Beachtung und Bekanntheitsgrad zugesprochen bekommt. Eine Familie zieht in eine neue Siedlung, und der Junge der Familie verliebt sich in ein Mädchen aus der Nachbarschaft, die jedoch schon eine Beziehung mit dem Anführer einer Halbstarken Truppe führt. Ihr Vater ist natürlich noch ausgerechnet der Sportlehrer an der hiesigen Schule – die Probleme und Streitigkeiten um die Dame der Gunst sind somit vorprogrammiert!

Doch in „Es Lebt“ geht es noch weiter, der Vater ist ein Wissenschaftler und möchte der Bevölkerung eine Möglichkeit bieten wieder normal leben zu können und möchte die Pflanzenwelt wieder zu neuem Leben verhelfen. Das die Versuche irgendwann schief gehen und er sich in Partikel auflöst und so durchs Haus schwirrt, ist ein Nebenplot des Films und driftet ihn in das Fantasy Genre ab, doch der Hauptbestandteil des Films ist Komödie – auch wenn sich der Humor sehr oft zurückhält, so kann er beim Zuschauer den ein oder anderen Schmunzler hervorbringen.

Effekttechnisch sollte man nicht zuviel erwarten, die Kulissen sind anscheinend nur aus Pappe und sehen extrem künstlich aus, man erkennt sofort das vieles direkt im Studio gedreht wurde, obwohl es den Anschein erwecken soll, das es sich draussen abspielt. Doch MakeUp Technisch kann der Film sicherlich punkten, zwar wird nicht sonderlich viel davon geboten, aber das wenige kann sich durchaus sehen lassen.

Das Tempo der Story ist sehr ruhig, und lässt leider auch diverse Fragen beim Zuschauer offen, aber der Unterhaltungswert wird davon nicht sonderlich beeinträchtigt. Ein entspannter, ruhiger Fantasy Komödien Beitrag ist „Es Lebt“ definitiv. Auch eine Abarbeitung der Klischees kann unterhaltsam sein und beim Zuschauer Gute Laune verursachen. Schade das es diesen Film leider bislang nur auf VHS vom damaligen Label „marketing“ gibt, er hat eine Freigabe von 16 Jahren und ist komplett ungeschnitten, Gewaltdarstellungen sind sowieso keine Enthalten, eine Freigabe ab 12 wäre sicherlich auch durchgegangen!

Für Fantasy – Komödien Fans ist dieser Filmbeitrag sicherlich eine Sichtung wert, andere dürften die Klischees schon satt gesehen haben!