Fahrstuhl des Grauens (1983)

Der Fahrstuhl eines modernen Hochhauses in einer niederländischen Stadt verursacht mehrere Todesfälle. Der zuständige Techniker (Huub Stapel) und eine Reporterin wollen der Sache auf den Grund gehen und entdecken eine Firma, deren neueste Mikrochips mit künstlicher Intelligenz in dem Fahrstuhlsystem illegal getestet werden.

Fahrstuhl des Grauens war der Debütstreifen von Regisseur Dick Maas. 18 Jahre später durfte er sein Erstlingswerk für den US-amerikanischen Markt noch einmal inszenieren. Im Remake „Down – Steig ein, wenn du dich traust“ aus dem Jahr 2001 spielen James Marshall, Naomi Watts und Michael Ironside die Hauptrollen.Felix Adelaars Wartungsfirma sollte eigentlich „Delta Liften“ heißen. Da es diese Firma aber schon gab und um Lizenz- und Copyright–Schwierigkeiten zu vermeiden, wurde der Name kurz vor Drehbeginn in „Deta Liften“ geändert.Der Film war eine Low Budget–Produktion und entstand mit geringen Realisierungskosten in nur 30 Tagen.Für bestimmte Begrifflichkeiten und die Stimmigkeit der Ausstattung arbeitete das Produktionsteam mit „Schindler Liften BV“, einem echten Fahrstuhlhersteller, zusammen. Diese kooperierten bereitwillig, da sie die Idee und das Drehbuch mochten.Für die Szene, in der der Wachmann vom Lift geköpft wird, benötigte man mehrere Einstellungen. Daher wirkt die fallende Kopfattrappe durch die mehrmalige Verwendung schmutzig und entstellt.

Schatz, nehmen wir den Lift?”

Es gibt Low Budget Produktionen die es noch nicht einmal wert sind das sie namentlich erwähnt werden, anders ist es aber bei Fahrstuhl des Graunes, ein Klassiker der B-Movies. Gruselmomente, düstere Musikuntermalung, sogar ein paar härtere Szenen und einem Showdown am Ende des Films. Dick Maas der Regisseur des Films bewies das man auch mit wenig Geld und Zeit was sinnvolles auf die Beine stellen kann, manch einer kanns! Fahrstuhl des Grauens ist zu einem Kultstreifen aufgestiegen und leider bei sehr vielen in Vergessenheit geraten, wenn dann ist den meisten nur noch das amerikanische Remake von 2001 ein Begriff. Dick Maas verstand es den Zuschauer mit Urängsten zu konfrontieren, wer kennt nicht irgend wen der lieber die Treppe nimmt als den Lift? Man droht abzustürzen oder sogar zu ersticken, Zuschauer mit LiftAngst sollten diesen Film besser meiden, er dient nicht zur Bekämpfung der Paranoia. Der Plot ist recht gut im Tempo, lediglich der Anfang zieht sich etwas in die Länge was aber durch die bunten Darsteller und witzigen Dialogen wieder wett gemacht wird, belohnt wird der Zuschauer mit einem Showdown der sich sehen lassen kann. In Fahrstuhl des Grauens sind nur wenige Klischees vorhanden, was den Film sehr sympatisch macht, lediglich eine naseweise Reporterin zeigt Klischee. Der Held des Films ist mal ein stinknormaler Monteur, nicht wie sonst ein Cop, oder Ex-Army Veteran! Für Fans von Gruselfilmen ist der Film ein Must See! Fahrstuhl des Grauens gibt es auf VHS und DVD, beide Versionen sind ungeschnitten und haben in Deutschland sogar eine FSK16 Freigabe erhalten.

Ich gebe dem Film 9 / 10 Punkten

@ Stefan Retro

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