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Femme Fatales: Carrie Fisher

Carrie Frances Fisher (* 21. Oktober 1956 in Burbank; † 27. Dezember 2016 in Los Angeles) war eine US-amerikanische Schauspielerin, Komikerin und Autorin. Weltbekannt wurde sie als Prinzessin Leia in den Star-Wars-Filmen.

Ihren ersten Filmauftritt hatte sie 1975 in der Komödie Shampoo. 1977 spielte sie im Science-Fiction-Film Krieg der Sterne erstmals an der Seite von Mark Hamill und Harrison Ford die Rolle der Prinzessin Leia. Neben verschiedenen kleineren Film- und Fernsehproduktionen in den siebziger Jahren war Carrie Fisher 1978 unter anderem als Host einer Episode der US-amerikanischen Comedy-Show Saturday Night Live zu sehen. Zudem verkörperte sie zum zweiten Mal die Rolle der Prinzessin Leia in dem für das Fernsehen produzierten Star Wars Holiday Special.

1980 verkörperte sie in dem Film Blues Brothers Jake Blues’ rachsüchtige Ex-Liebhaberin. Im selben Jahr erschien mit Das Imperium schlägt zurück der zweite Teil der Original-Trilogie von Star Wars, die 1983 mit Die Rückkehr der Jedi-Ritter abgeschlossen wurde. 1986 spielte Fisher in der Woody Allen Filmkomödie Hannah und ihre Schwestern in einer Nebenrolle. 1987 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Postcards From the Edge (deutscher Titel: Grüße aus Hollywood), der autobiografische Elemente enthält; die Hauptperson des Romans durchlebt mit ihrer Drogenabhängigkeit und mit ihrer Mutter ähnliche Probleme wie Fisher selbst. 1989 wurde der Roman mit Meryl Streep, Shirley MacLaine und Dennis Quaid unter dem Buchtitel verfilmt. Eine größere Rolle spielte Fisher 1989 im Film Harry und Sally. Im selben Jahr erschien die Filmkomödie Meine teuflischen Nachbarn, in der Fisher an der Seite von Tom Hanks eine der Hauptrollen spielte.

1995 hatte Fisher einen Gastauftritt in der Fernsehserie Ellen, in der ihre Halbschwester Joely Fisher ab der zweiten Staffel eine Hauptrolle spielte. Aus ihrer Lebensgeschichte machte Fisher die One-Woman-Show Wishful Drinking, die Ende 2006 mehrere Monate erfolgreich am Broadway lief. Die Show war Grundlage für ihr gleichnamiges und von ihr auch als Hörbuch eingelesenes Buch, das 2008 erschienen ist. Darin beschrieb Fisher auch ihre bipolare Störung.

Neben ihrer Tätigkeit als Schauspielerin arbeitete Fisher auch viele Jahre als Script Doctor. Sie überarbeitete Dialogzeilen in Drehbüchern, wobei ihr Name im Abspann der jeweiligen Filme nicht genannt wurde. Unter anderem war sie an den Drehbüchern zu den Filmen Sister Act – Eine himmlische KarriereHook und Brennpunkt L.A. – Die Profis sind zurück beteiligt.

Fisher starb am 27. Dezember 2016 im Alter von 60 Jahren. Sie hatte vier Tage zuvor, gegen Ende eines Fluges von London nach Los Angeles, einen Herzstillstand. Erste Ermittlungen zur genauen Todesursache brachten kein Ergebnis. Mitte Juni 2017 veröffentlichte der zuständige Coroner in Los Angeles ein Gutachten zur Todesursache, in dem er eine Atemstörung im Schlaf in Verbindung mit anderen Faktoren als Todesursache feststellte. Neben auffälligen Fettablagerungen in den Arterien und einer Herzerkrankung wurden auch verschiedene Wirkstoffe und Spuren von Kokain, Heroin, anderen Opiaten und Ecstasy festgestellt. Wie genau das Zusammenwirken dieser Faktoren schließlich zum Tod führte, konnte in der Untersuchung nicht geklärt werden. Fisher hatte vermutlich drei Tage zuvor letztmals Kokain zu sich genommen. Ihre Mutter starb einen Tag nach ihr an den Folgen eines Schlaganfalls. Fishers Bestattung fand am 6. Januar 2017 auf dem Forest Lawn Memorial Park (Abschnitt Courts of Remembrance) in Hollywood statt. Sie wurde neben ihrer Mutter beigesetzt. Ihre Urne hat die Form einer Prozac-Pille. Fisher nahm zeitweise dieses Antidepressivum, da sie an manisch-depressiven Erkrankungen litt.

Quelle: Wikipedia