Final Impact (1992)

Nick Taylor (Lorenzo Lamas) verlor damals seinen Weltmeistertitel im Kickboxen gegen Jake (Jeff Langton). Nun lernt Nick das Kampftalent Danny Davis (Michael Worth) kennen. Nick beginnt Danny zu trainieren, um schließlich mit ihm zur Weltmeisterschaft nach Las Vegas zu fahren. Hier trifft Danny auf die besten Kickboxer, kann sich aber bis zum Finale durchkämpfen. Derweil hat Nick einen illegalen Kampf zwischen sich und Jake in die Wege geleitet. Nick verliert erneut und stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Für Danny ist nun die Stunde der Rache gekommen.

Final Impact ist eine typische Reissbrettstory die sich mit Thema Kickboxen beschäftigt, dieses recht simple und einfache Prinzip funktionierte ja auch schon bei diversen anderen Objekten, warum auch nicht bei Final Impact. Ein junger Spund möchte von einem alten Hasen trainiert werden. Das war auch schon fast die gesamte Story in Final Impact, jedoch wurde auch auf Drama gesetzt, was diesem Streifen den Tode nur noch näher bringt.

Die Darsteller rutschen teilweise von einem B-Movie in die Sparte C-Movie, was ich sehr schade finde, denn Potenzial hat Final Impact zu bieten, aber die Umsetzung hat auf voller Linie versagt. Lorenzo Lamas, bekannt aus zig anderen Streifen die sich mit Martial Arts befassen, kann hier in Final Impact nur Ansatzweise sein Können unter Beweis stellen, jedoch seine schauspielerische Leistung in Final Impact ist überzeugend, wie er einen abgerutschten Profikämpfer spielt, der mit seinem Leben irgendwie unzufrieden ist. Jedoch sein Schützling in Final Impact ist in meinen Augen eine Art Witzfigur, er wirkt gegen seine Widersacher wie ein kleiner Junge. Man kann auch behaupten David gegen Goliath!

Die erste dreiviertel Stunde vergeht recht flott, hier und da mal ein paar Fights, dann die Trainingsszenen wie man sie nicht nur in Final Impact her kennt. Doch dann  fährt sich die Story an die Wand. Die dramatischen Szenen fangen an und lassen den Faden von Final Impact ins Bodenlose fallen. Die Fights sind weniger und werden auch irgendwie immer kürzer. Zum Ende von Final Impact gehen die Fights in Las Vegas los, man erhofft sich harte, fiese Fights zweier Kämpfer, jedoch werden diese relativ kurz dem Zuschauer in Final Impact präsentiert. Zumindest wird die Action ansprechend bebildert und aus gelungenen Einstellungen und Perspektiven präsentiert. Das ist dann aber irgendwie auch schon die einzige positive Nachricht.

Nebendarsteller Gary Daniels ebenfalls ein bekanntes Gesicht, kommt in Final Impact kaum zum Zuge, wird eher verheizt und verstärkt nur noch umso mehr dadurch die wirren Handlungsstränge in Final Impact. Auch er durfte sein Können nicht unter Beweis stellen, zwei kurze Auftritte in Final Impact mussten reichten, vieleicht auch aus Budget Gründen. Für wahre Fans von Kickboxer Filmen ist Final Impact eine Art Bereicherung, auch für die Sammlung, für Action – Fans die mal reinschnuppern wollen, ist Final Impact nur bedingt zu empfehlen, die Gefahr auszuschalten oder zu zappen ist sehr hoch. Final Impact hatte Potenzial, hätte man manches anders dargestellt und mehr auf Fights die Prioritäten gelegt, hätte er sich mit den Blockbustern aus diesem Genre ruhig messen können.

Final Impact ist auf VHS und DVD erhältlich. Mir lag die leicht gekürzte VHS Version vor, die Cutszenen sind jedoch kaum zu merken, man muss in Final Impact schon genauer hinsehen. Die DVD kommt aus Österreich und soll UNCUT sein! Final Impact ist nur was für wahre Kickboxerfilmfans ein Must See und Must have.

 

Ich gebe dem Film 6 / 10 Punkten