Fire Force (1993)

Los Angeles 2008: Um dem Verbrechen Herr zu werden wird eine sogenannte Freiheitszone geschaffen, in der kein Gesetz gilt und marodierende Banden das Strassenbild bestimmen. Die gefürchtetsten von ihnen sind die Höllenhunde. Als eine neue, gefährliche Droge auf dem Markt auftaucht und alle Spuren in die Freiheitszone führen, nehmen sich zwei Cops der Sache an und ermitteln undercover. Dabei geraten sie in brutale Galdiatorenkämpfe ohne Regeln…

 

FIRE FORCE oder auch FIREPOWER ist ein cooler Prügelstreifen aus den 90er Jahren – genauer gesagt von 1993. Es war Richard Pepin sein erster Film als Regisseur hinter der Kamera. Pepin blieb dem B-Movie Genre treu und inszenierte in seiner weiteren Laufbahn noch Streifen wie “T-Force”, Cyber-Tracker” und “Hologram Man” – alles Klassiker im B-Movie Sektor und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Als Spielort wurde Los Angeles im Jahre 2008 gewählt – ok dieses Jahr ist bereits vorbei und nicht viel was uns in der VHS Ära angepriesen und vorgestellt wurde, ist eingetroffen. Jedoch für Verhältnisse der 90er Jahre durchaus akzeptabel. Doch die Story ist recht simpel und einfach gestrickt, aber das ist auch in diesem Fall vollkommen in Ordnung. Denn in erster Linie geht es hier ums verkloppen. Da dürfen sich auch gerne mal ein paar Logikfehler in den Plot einschleichen – dem Prügelstreifenfan (was für ein Wort) wird es relativ egal sein – Unterhaltung zählt und die ist hier im Vordergrund.

In die beiden Rollen der Cops, die hier undercover ermitteln schlüpften Chad MqQueen und Gary Daniels. Eine gute Wahl der damaligen Casting Abteilung. Auch wenn Gary Daniels nicht gerade die perfekte Wahl für diese Rolle ist. Sein Können und vor allem seine Äußeres Erscheinungsbild trügen etwas den Eindruck vom eiskalten, kühnen Kämpfer. In weiteren Rollen sind noch Namen wie “George Murdock”, “Joseph Ruskin” und “Alisha Das” aufgeführt, alles eher recht unbekannte Schauspieler, die jedoch in einigen B-Movies vertreten sind. Wer sich mit Prügelstreifen auskennt, wird recht schnell ein bekanntes Gesicht entdecken, die Rede ist von Art Camacho. Als Darsteller in einigen Streifen trägt er ein markantes Gesicht und Äußeres zu Tage. Aber auch hinter der Kamera war Camacho sehr erfolgreich und brachte uns Filme wie “Recoil – Tödliche Vergeltung” und “Power Man – Der Ring der Macht” in die Videotheken.

Wer genau hinschaut, erkennt auch ein bekanntes Gesicht aus dem Wrestlingsport – es handelt sich um Jim Hellwig, den die meisten wohl eher als “The Ultimate Warrior” kennen dürften. Es war sein zweiter Auftritt in einem Film, in FIRE FORCE mimt er THE SWORDSMAN.

Die Action ist gut in den Plot integriert und man darf sich auf zahlreiche Fights freuen. Sie sind ansprechend choreographiert und sind in einer angemessenen Laufzeit inszeniert worden. Zwar bekommt man nicht sonderlich viele unterschiedliche Kämpfer vom Stil geboten, doch das stört dem Unterhaltungswert nicht im geringsten. Das Erzähltempo legt ein gutes und angenehmes Tempo vor. Die Effekte sind recht simpel und einfach umgesetzt worden, vor allem die Laser Szenen sind sehr primitiv, hier merkt man deutlich das geringe Budget des Films an, doch auch über diese Schwäche kann man hinwegsehen. 

FIRE FORCE gibt es in Deutschland auf VHS mit einer Freigabe von FSK 18 und ist dennoch gekürzt worden. Laut Angaben soll es sich bei der deutschen Version um insgesamt 70 Schnitte handeln. Diese sind vor allem in den Fight-Szenen manchmal deutlich zu erkennen. Es existiert noch eine DVD Version vom Label “rabbit”, doch bei der Version soll es sich um ein Bootleg handeln. Doch es soll die komplett ungeschnittene Fassung beinhalten.