Fire Force – Die Gladiatoren (1993)

Inhalt:

In Los Angeles des Jahres 2008 wird eine Freiheitszone erschaffen. Hier gelten keine Gesetze. Banden bestimmen die Regeln. Da macht eine neue Droge die Runde und alle Spuren führen in diese Zone. Die beiden Cops Sledge (Gary Daniels) und Braniff (Chad McQueen) begeben sich dorthin. Und müssen sich in Gladiatorenkämpfen stellen.

Filmisches Feedback:

Zusammengeschustert aber irgendwie faszinierend

Und ich kann überhaupt nicht erklären wieso. Liegt es daran, dass mit Chad McQueen (KARATE KID I & II, 1984/86) der Sohn vom großen Steven versucht in seine übergroßen Fußstapfen zu treten? Oder daran dass mit diesen Namen die Personifizierung der “Coolheit” seinen Weg in mein Hirn gefunden hat? Liegt es an der dummdreisten B-Movie Geschichte bei dem die Erde in naher Zukunft von Mord und Totschlag regiert wird und die Menschen sich mit Gladiatorenkämpfen die Zeit vertreiben, solange bis zwei Cops sich entschließen gegen diese Zustände natürlich zu kämpfen? Ich weiß es nicht.

Es liegt aber definitiv daran, dass man diesen Film seinen rabiaten lächerlich-kitschigen Charme nicht abstreiten kann. Kein Film für zarte Personen. Hier werden eher die niedrigsten Instinkte des Menschen angesprochen. Und das ist gut gemacht. Im Grunde kann man sich die Szenen zwischen den Kämpfen sparen. Die sind nicht wichtig. Die Kämpfe sind sehr gut gelungen und wirken vor allen eins: echt. Das liegt an der Wahl zweier guter Kämpfer: Gary Daniels und Jim Hellwig. Daniels war ja schon lange ein Actionheld der Videotheken. Wie seine Werke KICKBOX TERMINATOR (1991) oder FIST OF THE NORTH STAR (1995) beweisen. Jim Hellwig muss jedem bekannt sein, der Wrestling liebt: er war der ULTIMATE WARRIOR (leider verstarb er 2014 im Alter von nur 54 Jahren).

Also alles in allem sit das astreine, echte Actionware. Nicht dieses gekünstelte Gekloppe von heutzutage. Hier glaubt man den Hohlbirnen noch wenn sie sich auf die Nuss hauen und es nach Schmerzen aussieht. Aber mehr auch nicht. Gut, Richard Pepin (CYBER TRACKER, 1994, T-FORCE, 1994) als Regisseur ist jetzt kein David Lean, aber das will er ja auch gar nicht sein. Ich glaub die haben damals solche Filme nur gedreht, weil sie 1.) sonst nichts konnten (aber das gut) und 2.) kann man so prima Geld verfeuern und möglichst billig überall hinreisen. Aber für die Miete und ein paar Pullen Schnappes muss es auch reichen. Ruppig, doof, aber  faszinierend gut. 

Der Film ist auch bekannt als FIREPOWER.