Firepower (1979)

Wer ihm im Weg steht, wird gnadenlos vernichtet – der Spezialagent Fanon (James Coburn) soll im Auftrag der amerikanischen Regierung einen international berüchtigten Gangsterboss aufspüren. Die Spur führt in die Karibik – und Fanon läßt sich auf eine Jagd ein, die direkt in die Hölle führt.

Firepower ist ein Thriller aus dem englischen Hause, aus dem Jahre 1979. Michael Winner ist der verantwortliche Regisseur des Streifens und in meinen Augen hat er so ziemlich alles richtig gemacht. Firepower ist ein würde mal sagen “rassiger” Thriller, der guten alten Schule, Winner kennt man auch als Regisseur von anderen bekannten Filmen wie “Death Wish 1-3” mit Charles Bronson. Für die Hauptrollen in Firepower konnten ebenfalls sehr bekannte Filmgrössen gewonnen werden, dazu zählen: James Coburn, den manche vieleicht noch aus “Schlacht um Midway” kennen, Sophia Loren, auch bekannt aus “Und dennoch leben sie” und vielen weitere Filme, und O.J. Simpson, den manche noch aus der “Die Nackte Kanone Trilogie” kennen dürften, ebenfalls durch die Medien bekannter geworden, mit dem mysteriösen Mordfall seiner Frau!

Firepower besticht durch stetig steigenden Spannungsaufbau und das viele Handlungen nicht vorhersehbar sind. Auch kann man diverse Rollen in Firepower nicht gleich zuordnen auf wessen Seite sie stehen und wie sie in der nächsten Minute handeln werden. Sowas macht in meinen Augen einen Thriller aus, und diese Elemente kommen in Firepower sehr gut zur Geltung und fesseln den Zuschauer. In Firepower treten auch Wendungen und Veränderungen der Figuren auf, die für den Zuschauer aus heiterem Himmel passieren, dies wird unter Fachleuten als “Plot-Twist” betitelt.

Wie die Figuren in Firepower, kann sich auch der Zuschauer nie sicher sein, ob das was passiert auch tatsächlich so ist, wie es erst den Anschein hat! Dies fördert die Spannung und den Unterhaltungswert ungemein in die höhe. Firepower war als Sequel für die Dirty Harry Reihe vorgesehen, jedoch wurden diese Pläne wieder verworfen, in meinen Augen gut so, denn die Dirty Harry Reihe ist was eigenständiges und Firepower hätte nicht ganz ins Konzept gepasst. Jedoch hatte diese Entscheidung einen kleinen Nachteil für Firepower, der Film verschwand in der Versenkung und wurde sozusagen ausgestossen, nur wenigen dürfte der Film ein Begriff sein, wobei er doch sehr viel Potenzial vorweisen kann.

Selbst für Actionszenen wurde bestens gesorgt, sei es Verfolgungsjagden, Schiessereien und Explosionen, sehr gut in Szene gesetzt und nichts wirkt übertrieben oder künstlich! Zuschauer die auf Old-School Filme abfahren sollten mehr als nur einen Blick auf Firepower werfen, natürlich nicht zu vergleichen mit anderen Thriller Streifen, man beachte aber auch bitte das Herstellungsjahr von Firepower und das es damals mehr auf Sinn und Verstand ankam, als auf plumpe Action mit Geballer ohne Ende.

Die schauspielerischen Leistungen aller Darsteller sind mehr als zufriedenstellend, auch für einen Hauch Erotik seitens der Loren wurde gesorgt, schon mit ihren damals fast 40Jahren auf dem Buckel wirft sie sich oft in schicke Outfits und präsentiert den Zuschauer ihre körperlichen Vorzüge, mal abgesehen von ihrem schauspielerischen Talent!

Firepower gibt es auf VHS und DVD, die DVD ist vom Label “EPIX” im Vertrieb und beide Medienträger haben eine Freigabe von FSK 16 erhalten, die auch völlig gerechtfertigt ist und angemessen. Das Bild ist klar und farblich nicht verfälscht, kein Bildflackern oder Flecken zu erkennen und die deutsche Synchro kann sich hören lassen, sie ist sehr gut gelungen. Der Ton ist satt und klar, kein Knacken oder Rauschen. Bei diversen Sendern wird gelegentlich Firepower leider nur im Nachtprogramm gesendet, was ebenfalls sehr schade ist, denn ein rassiger und gut durchdachter, inszenierter Thriller hat mehr Aufsehen und Anerkennung verdient.

Ich gebe Firepower 10 / 10 Punkten