Flipper Queen – Ich kann’s am besten (1979)

Brenda Louise Davenport (Brooke Shields), genannt “Tilt”, ist ein Flipper-Genie, das noch nie besiegt wurde. Virtous beherrscht “Tilt” diese blinkenden, knatternden Teufelsmaschinen. Mit dem Rocksänger Neil Gallagher (Ken Marshall) läuft sie von zu Hause weg. Zusammen ziehen sie von einem Spielsalon zum anderen und verdienen durch Wetten auf die unschlagbare “Tilt” viel Geld. Doch dann lässt sie Neil gegen einen Mann antreten, mit dem er noch eine alte Rechnung zu begleichen hat: der schwer gewichtige, gewaltige Harold Remmens (Charles Durning), genannt “der Wal”, der ebenfalls als unschlagbarer Flipper-Champion gilt. Es wird ein nerven-zerreißendes Duell …


Ein Drama ohne den oft nötigen Tiefgang ist FLIPPER QUEEN oder auch unter TILT ein Film von 1979 bekannt. Es ist der einzige filmische Beitrag des Regisseurs Rudy Durand. In erster Linie begleitet man das junge Mädchen Brenda (Brooke Shields) wie sie nach und nach die Menschen am Flipperautomaten fasziniert und ihnen das Geld aus der Tasche zieht. Brenda ist ein 14 jähriges Mädchen was daheim nicht in einer Bilderbuchfamilie aufwächst. Ihr Vater schlägt sie und kontrolliert ihr Leben und ihre Privatsphäre. Brenda hat das Ziel das gewonnene Geld zu sammeln um irgendwann damit von zuhause ausreißen zu können. Der Barbesitzer Charlie hilft ihr dabei und hortet ihr verdientes Geld bis zum Tag X.

In den 70er Jahren kamen die Flipperautomaten immer mehr in der Öffentlichkeit zum Vorschein. Die bunten, elektronischen Kästen mit allerlei blinkenden Lichtern und metallischen Geklimper waren bald fester Bestandteil von Bars. Der Hauptbestandteil des Films TILT ist es den anderen beim daddeln an den Kästen zu beobachten. Zwar wird TILT als Drama eingestuft doch kann er von den benötigten Elementen nur wenig vorweisen.

Zwar werden die familiären Probleme von Brenda kurz beleuchtet aber auch genauso schnell wieder fallen gelassen. Auch vom Charakter Neil gespielt von Ken Marschall wird nur sehr wenig preis gegeben. Sein Ziel ist durchs Land zu ziehen, einen Plattenvertrag zu ergattern und nebenbei Flipper spielen um an das benötigte Kleingeld für die Reise zu kommen. Durch einen Zufall lernen Neil und Brenda sich kennen und begeben sich gemeinsam auf die Reise durchs weite Land. Der Punkt einer entstehenden Freundschaft und Verbindung dieser beiden Charaktere wird leider ebenso vollkommen außer Acht gelassen. 

Beide geraten an einen Barbesitzer namens Harold Remmens, gespielt von Charles Durning. Er ist ein Meister am Flipperkasten und wagt auch gerne Tanzeinlagen während seine Kugel durch den gläsernen Kasten umherspringt. Sein geliebter Flipper namens LADY an dem er schon einigen das Geld aus der Tasche gezogen hat.

Auf auffälligsten ist an TILT die Besetzungsliste. Allen voran die damals 14 Jährige Brooke Shields. Die spätere Ehefrau vom Tennisprofi Andre Agassi. Sie spielte später noch in zahlreichen anderen Filmen mit und bewies ihr schauspielerisches Können. Am bekanntesten dürfte wohl der Film DIE BLAUE LAGUNE von 1980 sein, doch auch FREAKS von 1993 und GOLDJAGD von 1984 sollten Erwähnung finden. Als weiterer Bonus wurde Charles Durning verpflichtet. Der dickbäuchige Schauspieler war ein sehr markantes und durchaus beliebtes Gesicht. Nicht nur in Nebenrollen war er stets aktiv im Filmgeschäft tätig. 2012 verstarb Charles im Alter von 89 Jahren, er  schaffte es fast bis auf 200 verschiedene Rollen im Film und TV Geschäft.

TILT ist bislang in Deutschland nur auf VHS erschienen noch dazu in einer gekürzten Fassung. Was man bei einem Drama was eine Freigabe FSK 12 bekommen hat, ist es mehr als fraglich was man da heraus schneiden sollte.

Nettes Drama auch ohne Charakterzeichnung und Entwicklung. Interessant ist es wie Brooke Shields als kleines nerviges junges Mädchen den Sprung ins harte Geschäft der Schauspielerei bewältigt hat.