Nach den harten Strapazen an der Front stürzen sich Captain FENG SIA und Freunde in der Hauptstadt Seoul ins Vergnügen.
Sie suchen Abwechslung und Entspannung in einem Club, dessen verführerischen Geishas und heißen Cocktails einiges versprechen. Doch der “Freudentempel” entpuppt sich als Hauptquartier der Drogenmafia, Prostitution, Erpressung und Mord sind ihr Geschäft.


Captain FENG SIA wird Zeuge eines Mordes an einem amerikanischen GI… und er wird selbst der Tat verdächtigt Gemeinsam mit seinen Freunden stellt er sich der
Herausforderung.



Die Shaw Brothers sind dafür bekannt, das sie aufwendige Filme gedreht haben. Sei es die Settings, die Kostüme und auch die ganzen Schauspieler und Nebenrollen zahlreicher Statisten. Man kann dieses Studio gut mit dem damaligen englischen HAMMER STUDIOS vergleichen. Meist in ihrer Linie treu, mit ein paar Ausnahmen. HAMMER STUDIOS drehte vorwiegend Horror/Gruselfilme, mit ein paar Ausnahmen im Abenteuer und Drama Genre. Bei den Shaw Brothers sah es nicht anders aus. So wie auch mit FOUR RIDERS (1972).

Als Handlungsort wurde die Geschichte in die 50er Jahre, zum Ende des Korea Krieges verlegt. Ungewöhnlich aber sehr effektiv, und vor allem wie gewohnt in guter Qualität gedreht worden.

Regisseur Chang Cheh (DER PIRAT VON SHANTUNG) mit den Vertragsschauspieler und Superstars Ti Lung (DER MANN MIT DER STAHLKETTE) und David Chiang (SHAOLIN ABBOT) und der weiblichen Lily Li. Vom Erfolg profitieren konnte auch Wu Yu Shen, der als Regie-Assistent von Chang Cheh lernte und sich später John Woo nannte.

FOUR RIDERS beinhaltet das was ein Eastern Fan erwartet. Satte Action, viele sehr gut choreographierte Kampfszenen mit einer gewissen Härte. Recht blutig sind viele Szenen aufwendig in Szene gesetzt worden. Die Shaw Brothers blieben ihrer Linie treu. Trotz des neuen Settings verliert der Film nicht an Härte, Spannung und vor allem Atmosphäre.

Poetische, dramatische Szenen wechseln sich gut mit Action, Gewalt ab. Teilweise vermischen sich die Genre gut miteinander und bilden ein harmonisches Gesamtbild. Selbstverständlich kann auch FOUR RIDERS mit einem epischen Finale aufwerten.

Ein paar kleine Auffälligkeiten besitzt FOUR RIDERS. Wer genau hinschaut, wird erkennen können, das viele Ausrüstungsgegenstände sowie Kostüme eher aus den 70er Jahren stammen. Über solch kleine Filmschwächen kann der Film-Fan getrost hinwegsehen. Dafür wird er mit einem temporeichen, spannenden und unterhaltsamen Eastern belohnt. Regisseur Chang Chen zeigte hiermit das er auf Dramaturgie und Poesie zurück greifen kann und somit schon als kleines Multitalent zählt.

Die damaligen deutschen VHS Veröffentlichungen waren allesamt stark gekürzt worden. Nun liegt der Film in seiner (fast) vollständigen Ur-Fassung vor. Viele der damals zur Schere gefallenen Szenen wurden hier in VHS Qualität dem Film zugeführt. Der Ton ist recht klar und deutlich zu hören. Er entspricht der damaligen Kino-Synchronisation. Eine Stimme dürfte vielen sicherlich deutlich auffallen, Elmar Wepper spricht David Chiang (sein Stammsprecher).


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