Frances Sternhagen – Die Lehrerin mit der schönen Stimme

Frances Sternhagen – Geboren am 13.01.1930 in Washington, D.C. USA

Frances  Hussey Sternhagen ist, obwohl sie schon seit fast 60 Jahren im Filmgeschäft ist, der große Durchbruch leider verwährt geblieben. Zumindestens auf der Kinoleinwand. Die ehemalige Lehrerin für Kunst, die in der Schule mit Theater anfing, ist auf eben jener Bühne eher bekannt. So heimste sie bisher zwei Tony-Awards (1974 und 1995) ein (der Oscar unter den Theaterleuten).  Sternhagen wurde geboren als einzige Tochter des Richters John M.  Sternhagen und Gertrude Hussey. Sie ging auf die Madeira und Potomac Schule in McLean, Virginia, USA. Im Vassar College wurde sie als Vorsitzende des Drama Clubs , nachdem sie In der Mensa der Schule eine Szene aus „Richard II“ nachspielte. In ihre Schule an der sie unterrichtete, die Milton Academy in Massachusetts brachte sie Kindern nicht nur Kunst bei, sondern auch das Schauspiel, Singen und Tanzen. 1948 hatte sie einen Auftritt im „Bryn Mawr“- Theater. Seitdem war sie nicht mehr vom Theater wegzudenken.

1956 gab sie ihr Seriendebüt (und Broadway-Debüt) und seitdem ist sie stets irgendwo zu sehen. 1988 spielte sie am Broadway die Miss Daisy in „Miss Daisy und ihr Chauffeur“. Aber nicht sie bekam die Hauptrolle in den gleichnamigen Spielfilm, sondern Jessica Tandy, der ihr einen Oscar einbrachte. Die Mutter von sechs Kindern (bereits seit 1991 Witwe, aber verheiratet gewesen seit 1956) hat deutsche und irische Vorfahren (unverkennbar erkennbar: ihre Mutter hieß Gertrude). Aus dem Fernsehen kennt man sie am Ehesten. So spielte sie von 1986-1993 in der Sitcom „Cheers“ mit und hatte eine tragende Rolle in der Arztserie „ER“. Aber auch in „Law & Order“, „Sex and the City“ oder bei den Simpsons trat sie auf. Dem geneigten Kinogänger wird sie wohl bekannt sein aus zwei Filmen (zumindestens bei mir ist das so): „Outland – Planet der Verdammten“ aus dem Jahre 1981 mit Sean Connery und „The Mist“ aus dem Jahr 2007. Auch spielte sie mit in Filmen wie „Misery“, „Mein Bruder Kain“ oder „Fedora“.  Auch nahm sie Hörbücher auf. So 1995 Stephen Kings „Dolores Claiborne“.

Sternhagen spielt häufig sehr zynische und zurückhaltende Charaktere, die allesamt von einer gewissen Menschenkenntnis geprägt sind. Aber was ihre Rollen ausmacht in ein hohes Maß an Menschlichkeit. Heute lebt sie in New Rochelle, New York und hat einen „Walk of Fame“-Stern.

Ich sehe sie immer wieder gerne.