From Beyond – Aliens des Grauens (1986)

Ein Wissenschaftsteam experimentiert mit einem sogenannten Resonator, der die Zirbeldrüse im Gehirn anregen soll, um verborgene psychische Kräfte zu fördern. Dabei entsteht jedoch eine Art Riss in ein anderes Universum, aus dem fremde Wesen in unseres eindringen. Nachdem der Leiter des Projekts offenbar getötet wurde, hält man sich an den Assistenten Tillinghurst, um mit ihm die Vorgänge in dem Haus zu untersuchen. Es stellt sich jedoch heraus, dass die Wesen und die Maschine nicht mehr zu kontrollieren sind. Auch mit Tillinghurst, dessen Zirbeldrüse ihn allmählich mutieren lässt, geht eine schreckliche Veränderung vor. Es sieht schlecht aus für unser Universum…

 

Bitte nur ungeschnitten ansehen!

25 nach seiner Indizierung kam er wieder frei. Heutzutage ist das Publikum ja schon einiges gewöhnt. Und so war es nur logisch und überfällig das der freigegeben wird. Viel zu spät übrigens. Und nur kurz zur Aufmachung der BD im Pappschuber: sehr liebevoll gestaltet, mit zahlreichen informativen Extras. Ton ist einwandfrei (obwohl die Synchro schon damals katastrophal war…egal), das Bild fast störungsfrei und gibt die kunterbunte Welt von Stuart Gordon ziemlich detailliert wieder. Also rein technisch betrachtet gibt es da nichts dran auszusetzen.

Jetzt noch kurz zur Erläuterung:
Mitte der 80er kam das Horrorgenre wieder richtig in Schwung nachdem zuvor viel altes immer wieder neu versucht wurde zu interpretieren. Ich denke es waren drei Regisseure/Autoren, die dem Genre wieder Leben einhauchten durch ihre Kopplung von Horror und Fantastik: David Cronenberg, Clive Barker und eben Stuart Gordon. Es gibt mit Sicherheit noch andere, aber für mich sind das die drei, die es in dieser Zeit geschafft haben, viel zu wagen und versucht haben einen neuen Weg zu gehen.

Jetzt zum Film:
Ein Film der eines der Urängste des Menschen anspricht: die Unterlegung seiner selbst gegen die eigenen Errungenschaften. Er zeigt zwei Welten; zum einen die (sexuell) saubere, zum anderen die masochistische gemeine Seite des Lebens. Jeder Mensch hat, nach dem Film zufolge, zwei Seiten. Aber die eine muss er verstecken bis sie irgendwann ausbricht und gnadenlos zurückschlägt.
Das zeigt der Film auf drastische Weise…selbst im Horrorgenre. Es ist eine Mischung aus alten (das gruselige einsame Haus, der Doktor und sein Protege experimentieren mit einem Tabu…) und neuen (die splattrigen Effekte, der Blick des Killers im mittlerweile billigen Grafiklook….) Elementen des Horrorfilms bei den nicht mit Effekten gespart wird! Der Spannungsbogen streckt sich bis zum desillusionierenden Ende hin ins Unermessliche und macht den Film wirklich zu einen kleinen Ereignis. Jeffrey Combs spielt den unschuldig ins Verderben gerissenen Assistenten absolut überzeugend.
Ein Fernsehvergnügen…für Horrorfilmliebhaber. Alle anderen sollten nicht einschalten!
Aber wie gesagt; nur ungekürzt ansehen. Lohnt sonst nicht!