Gangland – Cops unter Beschuß (1997)

Gangland – Cops unter Beschuss ist ein wahrer Thriller wie er sein sollte. Regisseur Jim Kouf inszenierte 1997 diesen Thriller der ordentlich für Wendungen und Überraschungen sorgt. Kouf seine Karriere als Regisseur ist verdammt kurz, was ich persönlich sehr schade finde, denn Ideen eine Story gut verpackt in Bildern zu präsentieren ist durchaus erwähnenswert. Im Jahr 1982 sammelte er erste Erfahrungen im Filmbusiness, als Darsteller in der Komödie „Wacko – Da wackelt die Bude“, doch bereits nach vier Jahren drehte er seinen ersten eigenen Film mit dem Titel „Wunder dauern etwas länger“, 1989 folgte die Krimi Komödie „Im Tresor ist die Hölle los“. Sein letztes Werk ist der 2010 erschienene Film „A Fork in the Road“.

Zwar bietet der Streifen nicht sonderlich frische, neue Ideen im Genre, doch kann mit seiner Inszenierung sehr überzeugen, das liegt aber auch viel am Cast mit dem der Film aufwarten kann. Für die Hauptrollen der beiden Cops Frank Divinci und Rodriguez wurden James Belushi und Tupac Shakur engagiert. Es war Tupac sein letzter Film, nur ein paar Monate nach Fertigstellung des Films wurde er erschossen. Belushi verkörpert sehr ausdrucksstark den kühlen, unberechenbaren Cop, somit beweist er das er auch ernsthafte Rollen verkörpern kann, als das man ihn zumeist in Komödien sieht. Doch anstatt wie in „Red Heat“ wurde hier auf Witz komplett verzichtet, aber sein Sarkasmus ist geblieben. Die beiden haben Unterstützung von Lela Rochon erhalten, die eine Stripperin spielt, die ein Techtel Mechtel mit Divince führt und Angst vor den Korrupten Cops hat und oft nach deren Pfeife tanzt. Doch damit ist der Cast noch nicht komplett, Dennis Quaid mimt hier noch einen Obdachlosen der unschuldig hinter Gitter soll, doch auch er hat noch einige Überraschungen parat.

Auch wenn viele Wendungen sehr überzogen wirken, so kann Gangland eine gesunde Spannung aufbauen und den Zuschauer etwas in Verwirrung bringen. Nach und nach eröffnen sich neue Denkweisen der Charaktere und deren Handlungen, die beim Zuschauer für frischen Wind im Plot sorgen. Das Tempo ist sehr flüssig, auch dank der guten Regiearbeit, und weist somit keine bis kaum spürbare Längen auf. Es wird zielgerecht auf das erwartene Finale hingearbeitet. Doch da liegt leider eine Schwäche beim Film, das Finale kommt sozusagen mit dem Holzhammer um die Ecke, doch offenbart es noch eine kleine Überraschung, mit der man wirklich nicht rechnen würde!

Gangland verzichtet auf harte, rauhe Gewalt und konzentriert sich mehr auf die Story und die einzelnen Charaktere. Zwar bekommt man hier auch Handgreiflichkeiten, Schusswechsel und Einschüsse zu Gesicht, doch damit hält sich der Film bedeckt. Doch wird der Zuschauer dennoch gespannt auf die Flimmerscheibe schauen und dem Geschehen aufmerksam folgen.

Noch ein Wehrmutstropfen hat der Film, es gibt ihn bis dato immer noch nur auf VHS vom Label „Warner“. Zwar veröffentlicht Warner nach und nach Filme aus deren Lizenzen, doch wann es mit Gangland soweit ist, bleibt noch Ungewiss!