Gehetzt, gejagt, getötet

Mit dem Film GEHETZT, GEJAGT, GETÖTET startete Regisseur Robert C. Hughes 1986 seine Karriere. Eine Mischung aus Thriller und Horror-Elementen der die Thematik von Wildnis und eine Art Kannibalen aufgreift. Doch kann man den Film eher ins Sub-Genre der Survival-Thriller einordnen. Hughes seine Karriere umfasst nur insgesamt 4 Filme. Zwei Jahre später drehte er “Memorial Day”, ein ähnlicher Streifen der ebenfalls in der Wildnis von Wäldern spielt.

GEHETZT, GEJAGT, GETÖTET ist hierzulande auch unter seinem Alternativtitel “Hunter´s Blood” bekannt. Fünf Freunde begeben sich auf eine Jagdtour durch die einsamen Wälder. Sie möchten aus der Großstadt ausbrechen und ein entspanntes Wochenende mit angeschlossener Wildjagd beginnen. Doch schon zu Beginn ihres Trips geraten sie in einer Bar mit den Einheimischen aneinander. Sie werden nicht gerade freundlich begrüsst. Auf ihrer weiteren Reise durch die Wälder begegnen sie noch eine Truppe Wilderer. Doch sind es wirklich nur Wilderer oder sogar Psychopathen die dem Menschenfleisch nicht abgeneigt sind?

Hobbyjäger gegen Wilderer

Der Film und die Entwicklung der Story nimmt sich Zeit. Man begleitet die Gruppe aus Hobbyjägern auf ihrer Reise sehr ausführlich. Die Begegnung in der Bar mit den Einheimischen setzt einen ersten Höhepunkt an. Bis zu diesem Zeitpunkt verhält sich der Spannungsaufbau sehr bedeckt. Doch sie flacht wieder ab. Bis zu der Begegnung mit den Wilderern vergeht sehr viel Laufzeit des Films.

Spannung und die dazu gehörige Atmosphäre tritt erst im letzten Drittel des Films ein. Die zweite Begegnung mit den Wilderern ist brisanter und die Situation angespannter. Zwar wird das Szenario durch Ranger empfindlich gestört, dient aber dazu sich sicher zu sein, das die Gefahr noch nicht vorüber ist.

Im weiteren Verlauf von GEHETZT, GEJAGT, GETÖTET nimmt der Film ordentlich Fahrt auf, und der Zuschauer bekommt auch etwas mehr fürs Auge präsentiert. Die Gewaltdarstellung wird etwas expliziter. Vor allem wenn die erste Leiche an einem Baum entdeckt wird. Der Überlebenskampf der fünf Hobbyjäger hat begonnen.

Im Cast des Films tauchen einige bekannte Gesichter auf. Allen voran Sam Bottoms als David und Joey Travolta (Bruder von John Travolta) als Randy. In einer weiblichen Rolle tritt noch Kim Delaney als Melanie in Erscheinung und nimmt an dem Survivaltrip teil. In weiteren Rollen sind noch Glu, Callager, Bruce Glover, Billy Drago und Mickey Jones vertreten.

Survivalthriller mit Horrorelementen

Survivalfilme verzichten oft auf extreme Schockmomente verbunden mit gewaltätigen Szenen. So ist es auch bei GEHETZT, GEJAGT, GETÖTET. Zwar bekommt man hier auch ein paar Szenen der härteren Gangart geboten, doch verhalten sie sich im Kontext zum Film recht zurück. Ein abgetrennter Kopf, eine Leiche am Baum und Einschüsse in den Kopf sind dennoch zu entdecken.

Musikalisch betrachtet bewegt sich der Film hin und her. An diversen Spannungsmomenten bekommt man einen passenden Score aus einer Mischung aus Elektro und Banjo Klängen geboten, an anderen widerrum ein völlig unpassender Synthiesound.

GEHETZT, GEJAGT, GETÖTET ist ein durchwachsender und durchschnittlicher Survival-Thriller. Zwar mit ein paar Macken und Schwächen, Logik lässt oft zu wünschen übrig. Doch bietet dieser Film eine gute Unterhaltung und brauch sich nicht hinter anderen Vertretern aus dem Sub-Genre verstecken.

Diesen Film bekommt man auf VHS und DVD, wobei beide Versionen hierzulande nur gekürzt erschienen sind. Desweiteren lässt die Bildqualität der DVD vom Label “White Pearl / Soulfood” zu wünschen übrig. Sie bewegt sich bildtechnisch auf einer schwachen VHS Version. Es existiert noch ein Bootleg, was komplett ungeschnitten ist und die fehlenden Szenen im Originalton eingefügt wurden.