Geschichten aus der Gruft (1972)

Inhalt:

Fünf Besucher eine Besichtigungstruppe durch alte Katakomben werden von ihrer Gruppe getrennt und vom Cryptkeeper eingesperrt. Jede Person erhält einen Blick in ihre/ seine Zukunft. Erzählt werden dann die fünf Geschichten, die allesamt gekonnt einen zynischen Blick auf die Charaktere wirft und von unterschiedlicher Qualität sind.

Filmisches Feedback:

Gekonnter Gruselepisodenfilm mit viel Atmosphäre

Dieser Episodenfilm verfilmt einige der Kurzgeschichten der Comicreihe „Geschichten aus der Gruft“ aus den 50er Jahren. Schon damals gab es den „Cryptkeeper“, der in diesen Film aber nicht von einer animatronischen Figur gespielt wurde wie in der Serie aus den End-80er Jahren, sondern von Ralph Richardson. Dieser wurde eingebaut in eine Rahmenhandlung.

Diese 5 Episoden erzählen alle auf ihre Art und Weise den Werdegang der einzelnen Personen (drei der Episoden wurden dann nochmal in der oben erwähnten Serie wieder neu aufgelegt). Auf die einzelnen Episoden möchte ich nicht näher eingehen, sollte man sie diese doch am besten ansehen um auf sich wirken zu lassen. Im Gesamtkontext passen sie aber alle wunderbar zusammen.

Dieser Film wurde von Amicus produziert. Eine britische Produktionsfirma die vor allem in den 1960er Jahren viele schöne Horrorfilme produziert hat wie DER FOLTERGARTEN DES DR.DIABOLO ASYKUM, DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK, oder auch solche Werke aus den 70ern wie CAPRONA 1 & 2,  oder DER SECHSTE KONTINENT. Als Regisseur konnte man den grandiosen Farbvirtuosen Freddie Francis gewinnen, der bereits mit Filmen wie DIE TÖDLICHEN BIENEN, DRACULAS RÜCKKEHR oder DAS UNGEHEUER bewiesen hat, dass er gute Gruselfilme inszenieren kann (Hauptberuflich war Francis Kameramann und fotografierte solche Filme wie DER ELEFANTENMENSCH, KAP DER ANGST oder SCHLOß DES SCHRECKENS).

 Er weiß also zu inszenieren. Auch die Besetzung kann sich sehen lassen: Altmeister Peter Cushing, Joan Collins, Patrick Magee, Robert Richardson oder Ian Hendry sind dabei. Der Film bietet in seiner Gesamtheit eine echt gute und wirkungsvolle Atmosphäre. Er ist spannend (mit einigen Hängern abgesehen) und weiß zu überraschen. Wer auf knackige Gruselepisoden steht, der wird hier nicht enttäuscht.