Ghetto Blaster (1989)

Los Angeles heute. Ein heißer Hexenkessel der Gewalt…ein brodelnder Schmelztiegel gegensätzlicher Rassen und Klassen. 600 Banden terrorisieren die Stadt. Die HAMMERS – unter ihrem Chef JESUS sind die härtesten. Ihnen ist jedes Mittel recht, um ihre tödliche Langeweile zu vertreiben. Am Vormittag ein Überfall, am Abend eine Schießerei und um Mitternacht eine Vergewaltigung. Die Bürger sind verzweifelt. Nur einer schlägt zurück, TRAVIS – Richard Hatch. Er ist bereit den Kampf aufzunehmen, gegen die Schmeißfliegen der Gesellschaft.

Alan Stewart hat als Regisseur lediglich zwei Filme gedreht, aber selbst war er auch öfters vor der Kamera zu finden. Zu seinen Werken zählt außer Ghetto Blaster noch der Streifen „Bloody Outlaws“ von 1987. Ghetto Blaster ist ein Actionfilm, der sich thematisch mit Filmen wie „Death Wish“ und „Der Exterminator“ beschäftigt. Wer also auf solche Selbstjustizstreifen ein Faible hat, der wird mit Ghetto Blaster seine Freude haben.

In junger Mann namens Travis zieht zusammen mit seiner Tochter Lisa wieder zurück nach Los Angeles, in seine alte Wohngegend. Doch dort hat sich seit damals sehr viel verändert. Die Hammers, eine brutale und skrupellose Straßengang, beherrschen das Viertel. Nachdem sie den Vater von Travis in seinem Laden überfallen und kaltblütig umbringen, nimmt er den Kampf gegen den Abschaum der Straße auf. Nur Gina, die Schwester eines der Bandenmitglieder, steht ihm dabei zur Seite.

Das Tempo von Ghetto Blaster ist etwas gemäßigt und kommt nur sehr schwer in Fahrt, die Actionszenen beschränken sich auf ein paar Schiessereien und Verfolgungsjagden. Leider sind diese alle sehr anspruchslos und unspektakulär in Szene gesetzt worden, man könnte auch sagen: Standardkram aus dem Schulbuch eines Stuntman. Schauspielerisch tritt keiner besonders in den Vordergrund, aber es fällt auch keiner negativ auf, zwar befinden sich alle wohl auf einem durchschnittlichen Level, aber zum schauspielern gehört bestimmt mehr als nur die Dialoge aufsagen und ein wenig das Gesicht zu verziehen.

Die Darsteller sind auch nicht weiter in anderen Streifen wieder aufgetaucht und sind eher unbekannt in Deutschland. Die Spannung verhält sich wie die Story, sie ist flach und nicht gerade anspruchsvoll. Ghetto Blaster ist ein Film der komplett etwas ruhiger gehalten wurde, und wahrscheinlich auch aus diesem Grund eher in die Vergessenheit geraten ist.

Ghetto Blaster gibt es in Deutschland nur auf VHS und hat eine Freigabe von 18 erhalten, die man heutzutage wohl eher auf 16 einstufen könnte, denn harte Szenen die diese Einstufung gerechtfertigen sind leider nicht vorhanden, aber solche Selbstjustizfilme hatten es damals allgemein schwer bei der FSK in Deutschland.

Für Fans von Selbstjustizstreifen ist Ghetto Blaster evtl. geeignet, alle anderen würden sich wohl sehr schnell langweilen und sich nach einem anderen Streifen umsehen.

Fazit: Ghetto Blaster, ein Film für Zeitvertreib und fürs Nebenbei laufen lassen, wo man sich auch gut um andere Dinge kümmern kann. Kein Reißer aber auch kein Schrott, irgendwie mittendrin.

Ich gebe Ghetto Blaster 4 / 10 Bandenmitgliedern

Schreibe einen Kommentar