Hände weg von meiner Tochter (1989)

Wer Kinder hat, die vielleicht schon in der Pubertät sich befinden, oder kurz davor stehen, wird das Problem sicherlich kennen: die Zeit des kleinen Kindes ist vorbei und das Kind wird so langsam erwachsen. Diese Phase eines Teenagers muss jeder durchlaufen, ob er will oder nicht. In den 80er Jahren gab es so zahlreiche Vertreter, zumeist im Komödien Genre die sich ausgiebig mit diesen Dingen befassen und sie mit Humor und Gags verpackt einen leichter ans Herz bringen.

Besonders Väter die eine Tochter haben, werden es vielleicht schwer haben, wenn die Tochter das Interesse an Jungs hegt und eine schwierige neue Phase allen Beteiligten bevorsteht. Dieses Szenario inszenierte 1989 Regisseur Stan Dragoti mit der Komödie „Hände weg von meiner Tochter“. Dragoti sein Filmlebenslauf ist relativ kurz und übersichtlich, aber ein paar seiner Werke sind durchaus sehr bekannt und dürften bei so manchen Filmsammlern im heimischen Regal schlummern. Allen voran „Der Verrückte mit dem Geigenkasten“ von 1985 mit Tom Hanks in der Hauptrolle, oder steht vielleicht „Liebe auf den ersten Biss“ von 1979 als VHS mit George Hamilton im Regal?

Für die Hauptrolle des Sorgen umwobenen Vaters tritt Tony Danza in die Fußstapfen, allen bekannt auch als Tony aus der beliebten TV-Serie „Wer ist hier der Boss?“. Danza verleiht seiner Rolle extreme Glaubwürdigkeit und so mancher Vater kann sich mit ihm identifizieren. Die eigenen Kinder werden flügge und verändern sich – sie werden langsam Erwachsen. Danza blüht sehr auf in seiner Rolle, die Dreharbeiten waren bestimmt eine Freude für Ihn – wahrscheinlich aufgrund eigener Erfahrungen und Erlebnisse. In einer kleineren Rolle taucht Matthew Perry auf, viele dürften ihn aus der Serie „Friends“ als Chandler Bing erkennen, zum Zeitpunkt von „Hände weg von meiner Tochter“ war er knappe 20 Jahre alt.

Wer gerne Komödien aus den 80er Jahren mit Teenager Problem schaut, man erinnert sich nur an „Ferris macht Blau“, oder „Daddys Cadillac“, der wird mit dieser Komödie auch seine Freude haben. Zwar kein Roadmovie – aber coole Karren sind auch hier vertreten und spielen eine kleine Rolle in der Story. Vor allem auch musiktechnisch ist es wieder ein Genuss altbekannte Songs zu hören, die man auch aus zig anderen Produktionen kennt, aber immer wieder ein Ohrenschmaus sind. Ein Beispiel: „Oh yeah“ von Yello.

Manche Situationswitze und Gags sind heute vielleicht etwas angestaubt, was aber den Unterhaltungswert nicht sonderlich trübt. Ein angenehmer Film für zwischendurch. Eine witzige und temporeiche Anspielung auf die Pubertät heranwachsender Kinder. Wer mehr als nur ein Kind hat, wird sich mit dem Finale des Films noch mehr identifizieren können, kaum hat man ein Problem sozusagen überstanden, taucht schon das nächste auf! Der Film macht Spaß und bereitet einen gute Laune, doch es gibt noch einen Wehrmutstropfen – es gibt ihn auch nur auf VHS in Deutschland!