Heat (1986)

Nick Escalante, früher guter Freund eines bedeutenden Gangsterbosses, schlägt sich heute in Las Vegas mit Gelegenheitsjobs als Bodyguard und Prügelknabe durch. Und am liebsten setzt er sein Geld in den Casinos von Vegas ein und träumt von einer Reise nach Venedig. Eines Tages bittet ihn seine alte Freundin Holly um Hilfe, sie wurde von einem Unbekannten auf brutale Weise misshandelt und vergewaltigt, jetzt will sie ihre Rache. Der Mann stellt sich als der Sohn eines einflussreichen Gangsters heraus und sein Vater ist ein Freund von Nick. Trotzdem nimmt Nick den Job an.

 

William Goldman schrieb den Roman und das Drehbuch für den Action-Thriller HEAT. Das Filmstudio CANNON GROUP nahm sich das Skript vor uns inszenierte 1986 einen spannenden Beitrag mit Burt Reynolds in der Hauptrolle. Die Karriere von Reynolds war schon über seinen Höhepunkt hinaus und Filme aus dem Hause CANNON GROUP bescherten ihn, wie viele andere Actionstars einen zweiten Frühling. Im Mittelpunkt des Films steht Nick Escalante (Burt Reynolds), der von einem ruhigen Leben in Europa träumt. Das ehemalige recht angesehene Tier der Las Vegas Unterwelt ist inzwischen zum billigen Bodyguard heruntergekommen und hält sich damit knapp über Wasser. Im gewissen Sinne spielt sich Reynolds selbst, denn auch er ist von einem angesehenen Filmstar zum B-Movie Schauspieler abgestiegen und hält sich damit über Wasser bzw. in den Gedächtnissen der Zuschauer. Durch seine charismatische Art und Weise bekommt HEAT sarkastischen Humor und Charme spendiert. 

HEAT bewegt sich qualitativ nur wenig über der Ebene eines TV Films. Als Schauplatz der Story dient die bunte Lichterstadt Las Vegas in der Wüste von Nevada. Bunte Lichter, der Duft nach Geld und viele Persönlichkeiten die in ihrem Leben sowie am Spieltisch kläglich versagten. Doch man bekommt nur wenig dieser pulsierenden Stadt zu sehen, hin und wieder ein paar Spieltische, eine Bar oder die dunklen Gassen abseits der Hauptstraßen. 

Doch bietet HEAT auch ein paar Überraschungen im Plot. Recht amüsant sind die Trainingsszenen mit einem Schützling, der Nick engagiert hat um besser im Leben klar zu kommen. Zwar verhält sich die Action etwas im Hintergrund verborgen, aber wenn sie zum Vorschein kommt, bekommt man ordentlich inszenierte Kost geboten. Ein paar Schlägereien, und ein paar Schießübungen der bösen Buben sind vorhanden. Auch gehen ein paar Übungen mit den Kreditkarten nicht ganz unblutig aus.

Der Action-Thriller HEAT bietet solide Kost mit einem präsenten und gut wirkenden Burt Reynolds. Kein Highlight seiner Karriere, man denke da nur an “Sie nannten ihn Stick” oder “Malone” aber angenehme TV Kost. Ein Fernseh Krimi aus dem Hause CANNON GROUP.