High Sky Mission

Die Japaner haben im Zweiten Weltkrieg unter General Nakamura auf den Philippinen die Oberhand gewonnen, zumal unter den tapferen philippinischen Truppen Verräter weilen. Die Situation erfordert den Einsatz einer amerikanischen Elitetruppe. Zunächst müssen die US-Boys im Dschungel Lehrgeld zahlen. Bald jedoch zahlt sich die geistige und technische Überlegenheit der GIs aus. Das japanische Hauptquartier kann gestürmt werden, worauf Nakamura Seppuku begeht.

 

Anti-Kriegsfilme wie “Platoon”, “Apokalypse Now” oder auch “Full Metal Jacket” machten es vor. Sie verdeutlichten die traumatischen Erlebnisse der Soldaten zu Zeiten des Krieges, sie durchlebten den Patriotismus des Volkes. Oft aus der Sichtweise der Männer die für Ihr Vaterland Ihr Blut und Leben lassen mussten. Doch nicht nur Filme mit dramatischen Elementen waren in der Filmbranche durchaus beliebt, das Publikum sehnte sich auch nach einfach Actioner die sich hauptsächlich mit dem Krieg befassen.

1988 drehte Philipp Ko den Actioner HIGH SKY MISSION, der auch hierzulande unter dem Alternativtitel “Helden der Hölle” vertrieben wurde. Eine Zusammenarbeit bestehend aus den USA und HongKong. In erster Linie soll der Kriegsstreifen dazu dienen, den Actionfan zu befriedigen. Ob das gezeigte den tatsächlichen Ereignissen zugrunde liegt, eher zweitrangig. Dem Regisseur gelang die Inszenierung des Films HIGH SKY MISSION recht solide und sehr tempo und actionreich. Doch leider blieben dadurch gewisse andere Dinge vollkommen auf der Strecke und versagen auf ganzer Linie. Klar ist, das eine Story, mit tiefgründigen Elementen bei einem Actioner mit Kriegsanleihen eher nur Mittel zum Zweck sind oder nicht vorgesehen sind, doch was ist, wenn selbst das Grundgerüst, der Aufbau des Films schon vollkommen durcheinander ist? 

Schon ein paar Jahre zuvor, konnte Regisseur Ko ein paar Erfahrungen im Action Genre sammeln und kamen hier erneut zum Einsatz. Das Endergebnis kann sich Actionmäßig durchaus sehen lassen. Hier knallt, explodiert und kracht es gewaltig. Eine Menge von Soldaten, gleich von welcher Seite und aus welchem Land müssen Ihr Leben lassen. Oft sehr tempo und abwechslungsreich in Szene gesetzt. Doch kann man auch bei einem Low Budget Streifen ein wenig Choreographie erwarten. Das hier drauf wohl gänzlich verzichtet wurde, bekommt der Zuschauer dauernd unter die Nase gerieben. Man beschießt und bekämpft sich, und Soldaten lassen ihr Leben obwohl die tödliche Waffe ganz woanders hinzielte und das Geschoss einschlug. Auch was die Szenen angeht, wo man die Soldaten, Kämpfer in den letzten Sekunden vorm Tode sieht, sind schlecht choreographiert worden. Kaum realistisch rollen und fliegen die Menschen durch die Gegend. 

Zudem wird man schnell verwirrt sein, oft sind die einzelnen Parteien im Film kaum zu unterscheiden, und man fragt sich, wer kämpft mit wem gegen wen?! Eine optische Unterscheidung wäre schon angebracht. 

Filmfans von anspruchslosen Ballerfilmen werden bei HIGH SKY MISSION sicherlich ihren Spaß haben. Wer jedoch mehr erwartet als nur stumpfsinnige Gewalt wird hier sehr enttäuscht die Weiße Flagge schwenken. HIGH SKY MISSION ist hierzulande auf VHS und DVD erschienen, wobei leider nicht nicht genau bekannt ist, ob die verschiedenen erschienenen Versionen ungekürzt sind.