Hitman (1988)

Im Jahr 1988 drehte der Regisseur Eric Reed den Action – Thriller Hitman. Jedoch nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film mit Chuck Norris in der Hauptrolle. „Hitman“ war Reeds sein erster Film in Spielfilmlänge, zuvor drehte er zwei Kurzfilme. Zu seinen weiteren Werken zählt auch der Werwolf Film „Bad Moon“, den es hierzulande auch noch nicht auf DVD gibt, so wie auch dieser Streifen.

Der gealterte Auftragskiller Cohen (Roy Scheider) bekommt bei einem Auftrag Unterstützung von dem wesentlich jüngeren Tate (Adam Baldwin). Sie sollen ein Ehepaar kaltblütig erschiessen und den Sohn der beiden zu ihren Auftraggebern bringen. Doch die lange Autofahrt durch die dunkle Nacht zehrt an den Nerven von Cohen und Tate, denn der kleine Junge fängt an beide gegeneinander auszuspielen.

Die Story hört sich recht simpel und einfach an, doch verbirgt sich dahinter ein brutaler und hinterlistiger Thriller mit einigen Action Einlagen. Ein Road Movie mit Killern und Psychopathen, dazu ein kleiner Junge der durchaus nervig sein kann. Die meiste Zeit der Story spielt sich Nachts und im Auto der beiden Killer ab. Hin und wieder ein paar andere Sets, sei es ein Motel, eine Tankstelle. Die Story ist gradlinig und aufregend inszeniert. Dies ist auch den beiden Hauptdarstellern Scheider und Baldwin zuzusprechen. Cohen gespielt von Roy Scheider ist eher der ruhige und zurückhaltende Killer, er ist in die Jahre gekommen und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen und möchte das Duo auch in seine Richtung weisen. Tate, gespielt von Adam Baldwin mimt den verrückten, durchgeknallten Psychopatischen Killer, er ist das pure Gegenteil von Cohen und noch frisch in der Branche und verliert auch daher mal schnell die Nerven und würde den kleinen Jungen nur zu gerne ebenfalls beseitigen. Travis, heisst der kleine Junge und wird gespielt von Harley Cross.

Eric Reed ist bekannt für seine Drehbücher, er schrieb unter anderen „The Hitcher“ und „Near Dark“, und in Hitman kann man seinen Hang zu den Werken auch deutlich sehen. Der Tate erinnert doch sehr an Severen aus „Near Dark“, vor allem optisch sehr ähnlich. Den Psychopatischen Part übernahm er von „The Hitcher“.

Hitman ist spannend und bietet dem Zuschauer kaum eine Pause, wenn sich nicht die beiden Killer in die Flicken bekommen, heckt meist der kleine Junge was aus. Sein nerviges Unterfangen versetzt den Zuschauer oft in die Lage von Tate. Man möchte ebenfalls nur zu gerne dem kleinen den Mund verbieten. Natürlich darf die Action auch nicht zu kurz kommen. Viele Shootouts zwischen den Killern und Cops, die deren Weg streifen und andere unschuldige Protagonisten müssen unter der Gewalt leiden. Explosionen und Autocrash Sequenzen runden das Gesamtangebot munter ab.

Diesen Action Thriller kann man locker als Geheimtipp ansehen, denn er ist hierzulande nur auf VHS mit einer Freigabe von 18 ungeschnitten veröffentlicht worden. In den USA bekam er bereits ein Release auf DVD und Blu-ray. Somit ist es vielleicht nur eine Frage der Zeit bis er in Deutschland ebenfalls eine würdige Veröffentlichung bekommt.