Schlagartig ändert sich das Leben des Bankangestellten und Langweilers Arvid Blixen (Dejan Cukic), als er einen Bankräuber mit einem Squashschläger außer Gefecht setzt. Doch die Heldentat kam zu spät für seine Beziehung; die Freundin ist weg, die Wohnung leer geräumt. Stattdessen steht eine Fremde an der Tür. Sie erklärt, ihr Mann habe die Bank nur überfallen, um an Geld für eine künstliche Befruchtung zu kommen. Von Gewissensbissen geplagt und von einer kreditunwürdigen Rockband misshandelt, sucht Arvid den einzigen Ganoven auf, den er kennt: seinen Bruder Harald (Kim Bodina).

Gemeinsam mit der Küchencrew aus Haralds Restaurant wollen sie Arvids Heldentat durch einen Überfall auf einen Geldtransporter und einer Gefangenenbefreiung wieder ausbügeln. Ihre Mission führt die Brüder auf einen Weg, den sie in eine Schneise der Zerstörung verwandeln, gepflastert mit vielen Leichen – und schwarzem Humor…

Lasse Spang Olsens Film In China essen sie Hunde wird gerne mit „Pulp Fiction“ verglichen. Diesen Vergleich finde ich kurz und soldatisch gesagt – Pardon – SCHEISSE! Denn Lasse Spang Olsens Film In China essen sie Hunde ist – zumindest in meinen Augen – um Klassen besser. Und nicht nur das! Er ist origineller, witziger, grimmiger, actionreicher und – Achtung! Jetzt kommt meine Lieblingsfloskel! – kompromissloser als dieser eine, in meinen Augen völlig überbewertete Film eines mäßigen Regisseurs, der nur eine große Klappe hat.

Nun, wie mache ich den Film In China essen sie Hunde für den Leser, der diesen Film noch nicht kennt, schmackhaft? Im Moment fällt mir da leider nichts originelleres ein als das, was ich oben schon aufgeführt habe. Denn genau so ist dieser Film. Er ist, kurz gesagt, herrlich geschmacklos. Jeder der Hauptcharaktere in In China essen sie Hunde bekommt sein Fett weg. Und das auf so absurde Art und Weise, dass dem Zuschauer nichts anderes übrig bleibt, als darüber zu lachen. Und genau das ist auch der Sinn der Sache. Man sollte aber der Fairness halber darauf hinweisen, dass so gut wie alles an diesen Film „das sittliche und moralische Empfinden mancher Zuschauer verletzen könnte“. 😉 Denn es soll ja Leute da draußen geben, die mit so was nichts anfangen können. ^^ Ich möchte hier auch nicht ins Detail gehen, was die ganzen Geschmacklosigkeiten betrifft, die man in In China essen sie Hunde sieht, aber in meinen Augen übertreffen sie auf jeden Fall das, was man in „Pulp Fiction“ sieht. Außerdem ist er wesentlich kürzer als dieser eine, „unbedeutende“ Film, und das ist auch gut so! Das macht In China essen sie Hunde tempo- und actionreicher. Wie sagt man so schön? In der Kürze liegt die Würze. 😀

In China essen sie Hunde ist Lasse Spang Olsens sechster Spielfilm, aber der erste, der auch außerhalb Dänemarks bekannt wurde. Darin glänzt Kim Bodnia (Hey! Da is‘ er wieder!) als Restaurantbesitzer und Ganove. Wieder spielt er sehr überzeugend und gibt mehr als 100 Prozent. Aber auch alle anderen Hauptbeteiligten, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte und unter dem Chaos, dass in In China essen sie Hunde herrscht, zu „leiden“ haben, sind überzeugend und spielen leidenschaftlich (und haben sich bestimmt auch mal anständig weh getan beim Drehen dieses Films ^^).

2002 entstand ein Sequel mit dem Titel „Old Men in new Cars“ (Originaltitel: „Gamle mænd i nye biler“, deutscher Titel: Old Men in new Cars – In China essen sie Hunde 2“ – wie sinnvoll ^^), wieder mit Kim Bodnia und einigen anderen Darstellern aus In China essen sie Hunde. Selbst den würde ich 10 Sterne geben, aber der ist ja noch zu „neu“, um hier rezensiert zu werden. ^^

1993 drehte Lasse Spang Olsen seinen ersten Kurzfilm mit dem Titel: „Hvor ligger Painful City?“ (englischer Titel: „Which Is the Way to Painful City?“, auf Deutsch etwa „Wo geht’s nach Painfull City?“) Und ich kann behaupten, dass ich diesen Film kenne, lief er doch so mitte der neunziger Jahre (1995?) auf Premiere. Früher wurden da hin und wieder Kurzfilme gezeigt als Überbrückung zum nächsten Spielfilm. Hach ja, schön war’s… *SEUFZ* ^^… In diesem Kurzfilm sieht man Regisseur Lasse Spang Olsen selbst als Hauptdarsteller. Er spielt einen Typen, der eine Bibliothek beinahe komplett verwüstet, obwohl er NUR (!) eine Inhaltsangabe eines Western zum Besten gibt. Diesen Kurzfilm findet man bestimmt im Weltweiten Netz. Es gibt ja genug Seiten, die so was anbieten. Einfach mal googeln. 😉 Es gibt ihn sogar deutsch synchronisiert! Lasse Spang Olsen wird in der deutschen Fassung sehr stimmungsvoll von Lutz Mackensy gesprochen. Auf jeden Fall kann man an diesen Kurzfilm gut erkennen, was für Potenzial in Regisseur Lasse Spang Olsen steckt. Das Chaos, was in „Wo geht’s nach Painfull City?“ herrscht, wird quasi in In China essen sie Hunde X-fach gesteigert. 

In China essen sie Hunde gibt es auf VHS und DVD von Kinowelt. Er soll auch schon mal im Fernsehen gezeigt worden sein, angeblich auch ungeschnitten, denn In China essen sie Hunde ist – zu recht finde ich – ab 18 Jahren freigegeben.