Insect (1987) – Kritik

Das man auch mit einem geringen Budget einen Film auf die Beine stellen kann, wurde uns schon einige Male bewiesen. Und der Film „Insect“ aus dem Jahr 1987 macht da ebenfalls keine Ausnahme. Unter den Regieanweisungen von William Fruet, der uns auch „Die Killerparty“ von 1986 und „Der Mann, der aus dem Dschungel kam“ von 1979 bescherte, zauberte hier mit einfachen Mitteln wie Licht, Nebel und simplen Effekten einen Horrorstreifen der sich mit der Thematik der Mutation auseinandersetzt. Wer sich etwas für Monsterfilme aus den 50er Jahren interessiert, wird nach Sichtung von „Insect“ schnell ein, zwei Parallelen feststellen, angelehnt an diese Ära sind aber zumeist nur die Effekte im Film.

Im Film geht es um eine Pflanze die nachdem man sie berührt hat, man einen schnellen und doch qualvollen Tod erleidet. Doch auch wenn man das zeitliche gesegnet hat, ist das Grauen noch nicht vorbei. Die Hülle des Menschen wird sozusagen als Cocoon verwendet und eine Insektenartige Kreatur schlüpft empor. Diese Kreatur hat Hunger und möchte sich fortpflanzen – dadurch das sie beide Geschlechter in sich trägt, bedarf es keinen sexuellen Partner und die Fortpflanzung schreitet unaufhaltsam voran. In einer Kleinstadt in einem Provinzkrankenhaus wandelt sich der Alltag in ein reines Horrorszenario. Denn kleine Kinder gaben dem Insekt Hormone zum Frühstück.

Die Geschichte vom Film ist simpel und verläuft recht gradlinig auf ihr Finale aus. An diversen Stellen sind ein paar Längen zu spüren und es kommt zum Teil etwas Langeweile auf. Kaum ein Charakter wird etwas ausführlicher dem Zuschauer genauer vorgestellt, doch ist schon von vornerein der Held und die Heldin aus der Zahl der Charaktere festgelegt, was sehr leicht vorhersehbar ist. Ansonsten bewegen sich alle Schauspieler auf einem etwas angehobenen Amateur Niveau und lösen für ihr Verhältnisse und bisherigen Schauspielerfahrungen keine Bedenken aus. Woran man merkt das „Insect“ nur wenig Budget zur Verfügung hatte? – Die ist schnell und einfach erklärt: Die Effekte! Das Monster wird erst im späteren Drittel des Films dem Zuschauer so richtig präsentiert, zuvor bekommt man nur einen Teil eines Beins, Kopf oder die Augen zu Gesicht. Die Riesenameise wirkt wie ein Monster aus einem 50er Jahre Film. Man merkt sehr schnell das es sich um eine Puppe handelt, die oft an Bindfäden durchs Bild geschleudert wird. Doch wird der Zuschauer auch durch Kameraeinstellungen in die Sicht des Insektes gedrückt auf der Jagd nach den Menschen, die ihm böses wollen. Doch dieses geheimnisvolle Zeigen des Insektes hat noch einen guten Nebeneffekt – die Spannung wird aufrecht erhalten, man möchte ja endlich mal das Monster in seiner vollen Pracht erleben und bestaunen können. Dazu gesellen sich ein paar Schleimorgien und harmlose Splattereien, die recht ansehnlich anzuschauen sind.

„Insect“ macht Spaß und bringt gute Laune, zwar etwas langatmig und lahm zu Anfang, doch das Tempo wird kontinuierlich erhöht und aufrecht erhalten. Es muss ja nicht immer eine Mega Hollywood Blockbuster Produktion sein. Doch eines liegt auf der Hand, viele Dinge erinnern aus zahlreichen anderen Filmen, sei es „Die Fliege“, „C2 – Killerinsect“ und ähnliche Mitstreiter, doch man bedenke das manche von ihnen erst später als „Insect“ an den Start gingen!

Für Tier Horrorfans ist „Insect“ sicherlich eine Empfehlung und sollte mal gesichtet werden, doch auch diesen Vertreter gibt es zur Zeit nur als VHS mit einer Freigabe von 18, obwohl auf dem Cover ein FSK 16 Logo zu erkennen ist. Doch die Veröffentlichung von USA Video ist identisch mit der spanischen Version und sollte ungeschnitten sein, beim Vorspann wird auch ein FSK 18 Logo eingeblendet. Den Film gibt es noch auf DVD, doch bei dieser Version handelt es sich um ein Bootleg, und bietet ledigich den Film auf VHS Niveau.