Insel des Schreckens (1966)

Ein grausiger Leichenfund sorgt auf einer idyllischen Insel vor Irland unter der Bevölkerung für Entsetzen, nicht nur weil es offensichtlich Mord gewesen sein muss, sondern auch auf Grund der Tatsache, dass dem Opfer das Skelett fehlt, alle Knochen aus dem inneren des Toten sind förmlich herausgerissen worden, Doch wer oder was ist zu einer solchen Tat fähig. Zusammen mit dem Insel-Pathologen Dr. Brian Stanley will der Inselarzt Dr. Landers den sich häufenden mysteriösen Todesfällen auf der Insel auf den Grund gehen. Eine Spur führt zu dem Forscher Dr. West, der versucht ein Heilmittel gegen Krebs zu finden und mit Zellteilung experimentiert ….

 Wie auch zu Der Hund von Baskerville und Die brennenden Augen von Schloss Bartimore führte kein geringerer als Terence Fisher in diesem Horrorklassiker mit dem recht schlichten, aber Aufmerksamkeit erhaschenden deutschen Titel Insel des Schreckens Regie und nimmt den Zuschauer mit auf einen etwas bizarren Horrortrip, den man gut den Hammer-Studios aus Großbritannien hätte zu ordnen können, doch der überraschender Weise von der eher kleinen Firma Planet Film Productions stammt, aber sich wie ich finde vor den legendären Hammerfilmen in keinster Weise verstecken muss.

 Zugegeben, die Story um entgrätete Menschen ist vielleicht ein wenig seltsam, aber verspricht im großen und ganzen schauriges und gruseliges Horrorkino der britischen Art und gefällt mir persönlich ebenso gut, wie die Filme, die von des wohl bekannteren Label stammen. Aber was wäre ein britischer Horrorfilm ohne die für sie so typischen beliebten Schauspieler? Und so können wir in Insel des Schreckens mit einem alten Freund, Peter Cushing als Dr. Stanley dem Grauen auf die Spur gehen und mit ihm einen grusligen und eigentlich doch recht originellen Horrortrip unternehmen, der meiner Ansicht nach alles das aufweist, was einen guten alten Horrorklassiker auch ausmacht.

 Im Gegensatz zu den vielen Kritikern, die behaupten Insel des Schreckens sei eher 08/15 bis Mittelmaß, so möchte ich dazu anmerken, dass es auch schon 1966 schwierig war, etwas völlig neuartiges auf die Leinwand zu bringen, was das Publikum als noch nie dagewesenes betrachten könnte.Sicher die Geschichten ähneln sich mit der Zeit, was ja auch kein Wunder ist, ist das Hauptthema doch meistens Gut gegen Böse, Held gegen Schurke, Held gegen Monster etc.was sich auch bis heute so fortgesetzt hat. Das alte Spiel nur imemr wieder ina ndere Kulisse mit anderen bizarren Kreaturen, die vielleicht neben den großen Filmgrößen die eigentlichen Stars des Filmes sind. 

 Und ich finde, dass in Insel des Schreckens, trotz der für unser heutiges durch CGI-Effekte völlig verblendetes Auge eher amüsant wirkenden Effekte sich recht gut in die Atmosphäre und den Flair eines typischen britischen Horrorfilmes vor 1970 integrieren. Vielleicht ist man heute anderes gewohnt an der Darstellung von Splattereffekten, die selbst heute trotz ihrer Realitätsnähe schon beginnen zu langweilen, aber ich finde genau diese damaligen Effekte, die manchmal ziemlich künstlich und unperfekt wirken sind das was dem Film aber auch seinen Charme einbringt, da es eben nicht wie heute oft rein um die Darstellung von Gewalt und Opfern geht, sondern auch eben um die Art, wie der Film erzählt wird, ob er nur allein dazu dient um den Zuschauer so viel Widerwärtigkeiten wie möglich aufzutischen, oder ob man ihn mit der Geschichte fesseln und hin und wieder auch erschrecken möchte – was ja auch der Sinn eines Gruselfilmes eben ist.

 Oki, ich gebe zu, hin und wieder wirken hier manche Effekte doch etwas… na ja, eben b-Movie artig^^, aber auch das hat seinen Reiz und macht den Film nicht minder spannend oder unterhaltsam. es muss nicht immer alles perfekt sein was man ja heute auch nicht behaupten kann, da ja oft die Effekte schon eine größere Rolle als der Inhalt des Filmes spielt. In Insel des Schreckens ist das zum Glück aber anders. Was halt immer ein bisschen störend bei solchen Filmen ist, ist dass man von Vornherein weiß, das der große Schauspieler – hier eben Peter Cushing das große Rätsel lösen wird… aber auf jeden Fall ist es immer interessant mit welcher Hingabe man zu dem Ziel in diesen Filmen kommt. Eigentlich kann man sagen, dass bei solchen Filmen nicht das Ende wirklich das Interessante ist, sondern der Weg dorthin… 

 ch kann Insel des Schreckens nur jedem empfehlen, der noch gute Handmade-Filme zu schätzen weiß und nicht glaubt, dass es nur allein auf die Spezial Effekte ankommt. Wer Grusel und Spannung mag, wird in Insel des Schreckens voll auf seine Kosten kommen… auf DVD gibt Insel des Schreckens unter anderem von Laser Paradise udn X-Rated sowie von Cult Cinema International, CCI und VZM… alle DVD-Veröffentlichungen sind ungeschnitten… Insel des Schreckens ist ein Film, der einfach durch eine tolle Idee überzeugen kann…allerdings sollte man sich nicht von dem deutschen Alternativtitel der CCI (Vario Buchbox) “Zombies – Todesmonter greifen an” in die Irre führen lassen… In insel des Schreckens gibt es keine Zombies nur Monster (und zwar witzige^^)

Wertung: 9/10 Punkten