Intent to Kill (1993)

Ein missglückter Undercover-Einsatz auf dem Straßenstrich von Los Angeles bringt nicht nur die attraktive Polizistin Vicky sondern auch den Drogendealer Salvador in die Bredouille. Vicky wird der Fall entzogen und muss sich erst einmal mit dümmlichen Vergewaltigern und ihrem treulosen Freund herumschlagen, der sie auch beruflich ausnutzt. Salvador hingegen muss die von der Polizei sichergestellten Drogen wiederbeschaffen, um nicht vom Drogen-Boss umgelegt zu werden. Nachdem er verfeindete Dealer ausgenommen hat, bricht er bei der Polizei ein, um an seine Ware heranzukommen. Dabei kreuzen sich seine Wege erneut mit Vicky …

 

Vom Pornomädel zur B-Movie Ikone? So ähnlich könnte man den Weg von Traci Lords in wenigen Worten wiedergeben. Schon in den 80er Jahren wechselte sie ins “normale” Filmgeschäft. Sie bekam eine Rolle in Roger Cormans Remake “Der Vampir aus dem All”. 

Traci ist durch ihr Aussehen und Vergangenheit ein Publikumsmagnet. Man setze sie mit einem Hauch von nichts aufs Cover. Männerfantasien weckten die Neugier auf die Filme. Eine geschickte Marketing Strategie.

Schmollmund mit Waffenschein

Es folgten viele Direct to Video Filme. 1993 kam INTENT TO KILL in die Videotheken. Ein Action-Thriller der sich auf die Rolle einer nach außen hin zarten Weiblichen Rolle konzentriert. Konkurrenten im Genre waren zumeist Männer, harte Kerle. 

Weiblicher Dirty Harry

Bei INTENT TO KILL wird leider die Hauptstory zur Nebensache. Die Romanze zwischen Traci und ihren Freund, und seinen Liebesgeschichten bekommen zu viel Spielzeit. 

Das Privatleben unserer Heldin wird breit getreten. Zahlreiche Streitereien bestimmen ihren Alltag. Die Ermittlungsarbeiten bewegen sich zumeist im Verborgenen.

Storytechnisch bewegt sich INTENT TO KILL auf einem soliden Niveau. Altbekanntes Storymuster kommt zum Einsatz. Ein Drogenboss braucht viel Geld und schaltet seine Konkurrenten aus. Zahlreiche Actionszenen wurden ausreichend verteilt. Wilde Verfolgungsjagden, Schießereien und Explosionen sind vertreten. 

 

 

 

 

 

Wie gewohnt von PM ENTERTAINMENT sind die Autostunts in der Überzahl. Kampfeinlagen sind nur nettes Beiwerk.

Die Kampfszenen im Film wirken sehr künstlich und gestellt. Da nützt es auch nichts das Traci den Revolver flink in der zarten Hand hält. Schläge mit Schlagstock sind auch nicht der Renner.

Somit bleibt INTENT TO KILL nur müder Durchschnitt. Selbst wenn ein Yaphet Kotto mit im Cast ist. Seine Rolle besteht aus einem schreiwütigen Vorgesetzten. Sein Part wird nach kurzer Zeit schon nervig.

Bislang ist dieser müder Actioner aus dem Hause PM nur auf VHS erhältlich. Er trägt eine FSK 18 Freigabe und diese Fassung ist indiziert.