Invasion of the Star Creatures (1963)

In einer Höhle in einer abgelegenen Gegend entdeckt man eines Tages Pflanzen ähnliche Lebewesen, halb Mensch halb Gestrüpp, die nicht von dieser Welt zu stammen scheinen. Da in der Nähe die Militärbasis Fort Nicholson liegt werden Soldaten ausgeschickt, um diese Höhle nähe zu untersuchen und eine eventuelle Bedrohung für die Menschen einzuschätzen. Zu den Soldaten gehören auch Pvivat Philbrick und Privat Penn, die man eher als unbeholfen und für den Militärdienst gänzlich ungeeignet eingestuft hat. Sie sollen den Eingang zur Höhle bewachen. Während dessen stellt sich heraus, dass die seltsamen Pflanzenwesen von den zwei außerirdischen Amazonen Puna und Tanga kontrolliert werden und dass diese verführerischen Damen nichts gutes im Schilde führen. Nun liegt es mitunter an Philbrick und Penn eine Invasion der Aliens zu verhindern… ob das gut geht?

 Invasion of the Star Creatures ist wenn man genau hinsieht eine Militär-Klamotte mit Science Fiction-Trash-Elementen, die eher aus europäischer Sicht etwas außergewöhnliches darstellt, wenn man bedenkt, dass die anderen Science Fiction-Filme der 1950er und 1960er stets bemüht sind ernst und düster zu wirken. Invasion of the Star Creatures dagegen versucht genau das Gegenteil und konzentriert sich darauf ein wenig diese Invasionsfilme aufs Korn zu nehmen – was dem Film meiner Ansicht nach auch recht gut gelungen ist.

 Allerdings wirkt der Film jetzt nicht unbedingt sofort wie eine Persiflage, wenn man von den zwei trotteligen, sich stets selbst überschätzenden Soldaten Philbrick und Penn absieht, die ulkig von Robert Ball (Die nackte Kanone mit Leslie Nielsen) und Frankie Ray, von dem man eigentlich vor wie auch nach Invasion of the Star Creatures nicht viel hörte, verkörpert werden und trotz ihrer etwas albernen unfähigen Art sympathisch wirken, anstatt dass man sie eher als völlig nervend empfindet. Ich würde den Film vielleicht nicht unbedingt als Satire ansehen, da ich ihn persönlich nur auf englisch gesehen habe, sondern eher als B-Movie mit dem Charme eines Trashfilmes, wie man sie heute leider kaum noch zu Gesicht bekommt – außer von Fred Olen Ray, der sich noch heute oft und gern in seinen Filmen an den Klassikern orientiert.

 Warum ich Invasion of the Star Creatures als B-Movie bezeichne wird offensichtlich wenn man neben den Taugenichtse Philbrick und Penn absieht, die herrlich trashig dargestellten Amazonen aus dem Weltall betrachtet, die leicht bekleidet in der Höhle in einer Art Raumschiff ihre finsteren Pläne verfolgen. Diese zwei sexy Alien-Damen in ihrem Bikini-ähnlichen Outfit und den typischen Frisuren der terrestrischen Damen der 1960er werden genial (für ein B-Movie^^) von Gloria Victor (Der Tod kommt auf leisen Sohlen) und Dolores Reed (Hit and Run) zum Besten gegeben und sind eigentlich der Grund dafür, dass der Film Invasion of the Star Creatures meiner Ansicht nach genau das verspricht, was ich von einem B-Movie erwarte. 

 Dazu kommen die ziemlich billigen Kulissen und Requisiten, die amüsant und fast schon so schlecht sind, dass sie wieder genial erscheinen. Nehmen wir das Gerät zur Gehirnwäsche oder zur Verwandlung in die Pfanzenwesen, auf die ich noch eingehen werde (so ganz genau hab ich das nicht mhr im Kopf)… so etwas billiges^^ Ein drahtiges Gestellt mit einem schmalen Pappkarton und einem wackligen Lampenschirm aus Plastik…   was nicht einmal 10 Euro zusammen gekostet haben kann. Es wackelt und sieht so aus, als ob es jeden Moment zusammenfällt. Einfach nur schlecht. Und dazu kommen die übertrieben finsteren Minen der Amazonen^^

 Dazu kommen die Pflanzenwesen… also liebe Leute, wenn ihr die seht, dann wisst Ihr was wirklicher Trash ist. Schlechte Laiendarsteller mit Gestrüpp auf dem Kopf, das eigentlich nur richtig doof wirkt. Ich meine so doof, dass man entweder ungläubig den Kopf schüttelt oder völlig begeistert quietscht “Das ist ja Trash pur!” und laut los lacht. Jetzt darf man natürlich nicht vergessen, dass es die Absicht von Regisseur Bruno VeSota (The Brain Eaters) war einen Film zu drehen, der das Genre des Sci-Fi und Invasionsfilms zu verulken und er auch darauf abzielte, die oft billigen Effekte, Modelle und Requisiten dieser Filme durch seine absolut lächerlich wirkenden überspitzt und übertrieben darzustellen.

Einmalig gut gelungen ist dieses auf jeden Fall^^

 Typisch für einen Film wie Invasion of the Star Creatures ist es natürlich, falls es bei solchen Filmen überhaupt eine als typisch zu bezeichnende Art gibt, dass unsere Helden, also die zwei trotteligen Privats (Rekruten) absolut trotz ihrer Unfähigkeit von sich selbst übertrieben überzeugt sind und glauben ihrem Charme könne niemanden widerstehen… im Fall von den Amazonen aus dem All letzten Endes kein Irrglaube… 

 Was den ganzen Schmu dann noch die Krone aufsetzt sind dann die Indianer im Film, die absolut unglaubwürdig sind und eigentlich scheint die ganze Menschheit samt hohen Militärs und Wissenschaftlern in Invasion of the Star Creatures nicht alle Tassen im Schrank zu haben. Kein Wunder dass die Amazonen vom anderen Stern glauben, dass es die Menschen keine wirkliche Bedrohung für ihre Pläne sind. Aber irgendwie muss man ja die 69 Minuten Lauflänge dieses Werkes vollkriegen^^

 Mir hat der Film absolut gut gefallen, nur schade finde ich es, dass er in schwarzweiß ist, denn in schrillen knallbunten Farben wäre dieser Film wohl der B-Movie schlechthin geworden. Leider gibt es Invasion of the Star Creatures nicht in deutscher Sprache, aber auch hier sind Englischkenntnisse nicht wirklich von Nöten, da die billige Szenerie für sich spricht. 

 

Wertung: 6/10 Punkten

+ Trash-Bonuspunkt

 

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