Julie Ege – eine nordische Amazone

Viele weibliche Schauspielerinnen kennt man vom Gesicht oder auch Körper, weiß aber keine weiteren Informationen über sie. Dafür haben wir die Reihe „Gesichter aus der zweiten Reihe“.

Man kennt sie als Nana aus dem Fantasy Film „Sex vor sechs Millionen Jahren“ von 1971 oder auch als Hedi in „Das Labor des Grauens“ von 1974, nicht zu vergessen Ihre Rolle als Helena in „Dämon des Grauens“ aus dem Jahr 1974. Den meisten dürfte sie unter ihrem Künstlernamen Julia Ege ein Begriff sein.

Julie Ege wurde am 12. November 1943 als Julie Dzuli in Oslo (Norwegen) geboren. Am 29. April 2008 starb sie an den Folgen einer langjährigen Brustkrebserkrankung.

Julie kam durch Ihre Teilnahmen an Miss Wahlen zum Film. Sie nahm unter anderen an der „Miss Norway“ Wahl und die berühmte „Miss Universe“ Wahl teil, konnte sich jedoch nicht unter die ersten Plätze platzieren. Kurz nach der Teilnahme an solchen Wettbewerben, erhielt sie ein Angebot vom „Penthouse“ was sie auch dankend annahm. Im Jahr 1967 verließ sie Ihre Heimat Norwegen und wanderte nach England aus, um unter anderen auch als Au Pair Mädchen zu arbeiten.

Schon in Ihrer Heimat konnte sie die Schauspielluft schnuppern, in einer Low Budget Produktion die nur in ihrem Land veröffentlicht und vertrieben wurde. Im Jahr 1969 war es soweit und ein Rollenangebot in dem James Bond Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ rückte in greifbare Nähe. Somit wurden auch andere Produzenten auf die attraktive junge Frau aufmerksam und boten ihr weitere Rollen in Filmen an. Somit hatte sich Ihr Unterfangen nach England auszuwandern sichtlich gelohnt. Schon zwei Jahre nach James Bond bekam sie die Rolle der Nana in „Sex vor sechs Millionen Jahren“ zugesprochen. In dem Abenteuer-SciFi Film konnte sie auch ihre optischen Reize in knappen Outfits den Zuschauern und anderen Produzenten präsentieren. In den 70er Jahren waren die Englischen Filmemacher auf ihrem Höhepunkt, was Julie Ege noch weitere Rollen bescherte. Eine weitere Rolle in kurzen und knappen Outfits ist der Klamauk „Her mit den römischen Sklavinnen“ von 1971. Sie drehte unter anderem noch „Das Labor des Grauens“ von 1974, „Dämon des Grauens“ aus dem selbigen Jahr. Sie drehte unter anderen mit Jack Palance, Marty Feldman und Jon Finch Filme und erlangte einen gewissen Berühmtheitsgrad in England.

In den 70er Jahren hatte sie Beziehungen zu einem ehemaligen Roadie der Beatles namens Tony Bramwell. Ein weiterer Abschnitt der 70er Jahre verbrachte sie mit Brian May, dem Gitarristen der Kultband „Queen“. Doch schon Mitte der 70er Jahre beendete sie ihre angehende Filmkarriere und zog wieder zurück in ihre Heimat Norwegen. Dort spielte sie Theater und absolvierte eine Ausbildung zur Krankenschwester, den Beruf den sie bis zu ihrem Tod ausübte.

Bei einem Interview einer norwegischen Zeitschrift im Jahr 2002 gab sie bekannt das sie erneut an Brustkrebs erkrankt sei. Schon 1986 wurde sie an Krebs behandelt, doch er kam wieder und beendete 2008 Ihr Leben in Ihrer Heimatstadt Oslo. Sie hinterlässt zwei Töchter und war zweimal geschieden.

Einige Ihrer Filme sind bis heute noch nicht mal auf VHS in Deutschland erschienen.

R.I.P. Julie Ege